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ein persönlicher Hintergrundbericht

Eine freundliche, ruhig strahlende Stimme zieht die schwerbehinderten Teilnehmer dieses Yogaschnupperkurses aus ihrem Alltag hinaus.

Weit weg aus dem hektischen, fordernden und aufreibenden Berliner Alltag. Alles Lästige, Zwingende und Drängende verschwindet unter einem weichen, führenden akustischen Wattemantel. Schon nach ein paar Minuten ist der hektische, aufreibende Berliner Alltag ganz weit weg.

Im Raum, vor dem Fenster der Villa Donnersmarck in Zehlendorf und in den geschundenen Seelen und Körpern der neugierigen Probanden wächst ein Gefühl von Entspannung und Stärke. In der Ruhe liegt die Kraft.

Katja Sandschneider hält alle Anwesenden fest an einer imaginären Perlenschnur im Hier und Jetzt: "links einatmen, Luft anhalten, rechts ausatmen….". Nein, niemand wird hier an der Nase herumgeführt!

Der unrhythmische Atem der aufgeladenen Alltagswelt tobt und brodelt draußen zwar unermüdlich weiter, doch in dieser Oase bewegt sich alles harmonisch, klein und fein.

Wie zarte Federn schwingen die Gedanken. Konzentriert und ohne Ablenkung, wie geflügelte Musikanten schweben 3 ruhelose Stadtmenschen turnend, auf ihren roten Matten, in eine andere, lächelnde Welt….

Doch was ist dran am aktuellen Hype um YogaDer indischen Entspannungstechnik liegt der enge Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele zugrunde. Bestimmte Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen verbessern das Körperbewusstsein sowie die Wahrnehmung innerer Prozesse. Yoga soll bei regelmäßiger Anwendung stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken. Yoga fördert zudem die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für innere Ausgeglichenheit.? Ist das etwa nur eine Lifestyle, eine moderne Mode? Etwa auch hier?

Womit wir wieder beim Hauptthema dieses Magazins sind, eben der 'Mode'. Yoga ist derzeit in der westlichen Welt ziemlich angesagt, an niemandem geht das Thema spurlos vorbei, obwohl die Lehre eigentlich schon Jahrtausende alt ist, eher unmodern. Yoga ist eigentlich etwas immer schon Dagewesenes, etwas von vor-vorgestern.

Yoga kombiniert Atmung mit Bewegung. Das stimuliert und beruhigt den Körper. Yoga hilft Menschen mit Muskelverspannungen oder verminderter Beweglichkeit. Zudem ist Yoga auch mental sehr entspannend, deshalb rät auch der Deutsche Behindertenverband e.V. (www.dbs-npc.de) zu moderatem, durchaus auch täglichem Training.

Yoga wird in unterschiedlichen Formen gelehrt. Hatha Yoga ist nur eine davon. Hier wird mithilfe bestimmter Körperstellungen - den sogenannten Asanas, Meditations- und Entspannungsübungen - das Wohlbefinden gesteigert und die Gesundheit gefördert. Wichtig: Yoga sollte man stets unter Anleitung qualifizierter Anbieter, zum Beispiel in einem Gesundheitskurs erlernen. Oder idealerweise für Körperbehinderte bei Trainerinnen wie Katja Sandschneider von yoga-barrierefrei.de in Berlin-Charlottenburg.

Die Zeiten, in denen Menschen mit Beeinträchtigungen eher zu Ruhe und Schonung geraten wurde, sind Gott sei Dank vorbei, denn moderater Sport kann fast alle Symptome positiv beeinflussen. Es muss ja nicht gleich Leistungssport sein!

Körperliche Ertüchtigung wirkt sich nicht negativ auf Befinden und Stimmung aus - egal ob gesund, oder behindert…Die Folgen regelmäßigen Sportes sind rundum positiv zu bewerten, das zeigen internationale Studien immer wieder.

Sport hat einen positiven Einfluss auf AtaxieAls Ataxie wird eine Störung der Koordination von Bewegungsabläufen bezeichnet, die infolge einer gestörten Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen auftritt., FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus., SpastikUnwillkürlich und "federnd" erhöhte Muskelspannung, die bei rascher aktiver oder passiver Bewegung zunimmt, entsteht bei zentralen Lähmungen., Muskelschwäche. Regelmäßiges Training geht bei Multipler Sklerose etwa mit der Verbesserung von Gleichgewicht und Gehfähigkeit einher. Und die Autorin diese Berichtes weiß genau wovon sie redet. Seit Jahren gehört MS bei ihr zum Erscheinungsbild. Regelmäßiges Training und Yoga halten sie fit und aktiv, der Rollstuhl steht vorwiegend ungebraucht in der Ecke. Definitiv: Wer maßvoll Sport treibt, bleibt beweglich und fühlt sich auf Dauer besser!

Zwar ist nicht mit jeder Behinderung alles möglich, aber doch wesentlich mehr, als man vorab denkt! Noch ein Vorteil von Yoga: Man darf sich nicht mit anderen vergleichen. Nur die eigenen Ziele und Möglichkeiten zählen!

Die aktive Mitwirkung der Kranken steigert in der Schnupperstunde in der Villa Donnersmarck bei allen die Stimmung. Ein mentales Training das Optimismus verbreitet und verloren gegangene Fähigkeiten neu trainiert. YOGA - Eine weise "Kleinigkeit", die jeder in seinen Alltag integrieren kann und die das Lebensgefühl unermesslich steigert.

 

 


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