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Eine frühe MS-Diagnose hängt von Faktoren wie Alter und Verlaufsform ab

VANCOUVER (BIERMANN) – Bei jungen Menschen dauert es häufig länger, bis eine Multiple-Sklerose-Erkrankung richtig erkannt wird. Auch primär fortschreitende Formen, die durch einen schleichenden Verlauf ohne SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. geprägt sind, werden oft erst in späteren Stadien diagnostiziert. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der University of British Columbia, die sich auf die Suche nach Faktoren gemacht haben, die einer frühzeitigen Diagnose bei Multipler Sklerose im Weg stehen.

Der Therapieerfolg steigt bei Multipler Sklerose, wenn bereits in einem frühen Krankheitsstadium mit der Behandlung begonnen wird. Deshalb fahndeten die kanadischen Neurologen bei Menschen, deren MS-Erkrankung verzögert festgestellt wurde, nach Gemeinsamkeiten. Die Daten dieser Personen erhielten sie aus zwei großen kanadischen Kohorten, an denen MS-Patienten teilnahmen.

Die Wissenschaftler sammelten Daten über das Geschlecht, das Alter und die Symptome bei Krankheitsbeginn, den Verlauf und das Jahr der ersten klinischen Behandlung. Die Auswertung dieser Daten ergab: Je jünger die Patienten bei Krankheitsbeginn waren, desto später wurde die Krankheit erkannt. Menschen mit primär fortschreitender MS erhielten ihre Diagnose in der Regel später als Personen mit der schubförmig remittierenden Form. Bei Personen, die 20 Jahre oder älter waren, wurde die Erkrankung durchschnittlich schneller erkannt – allerdings übten auch hier Faktoren wie Geschlecht oder klinischer Verlauf weiterhin Einfluss aus.

Wurde die Krankheit erst zu einem späteren Zeitpunkt erkannt, litten die Patienten bei ihrem ersten Besuch in der Klinik häufiger unter Einschränkungen. Damit zukünftig ein früheres Eingreifen gewährleistet werden könne, müssten Faktoren wie Alter und Krankheitsform stärker in den Vordergrund gerückt werden, schrieben die Autoren der Studie.

Quelle: Journal of Neurological Science, Onlineveröffentlichung vom 2. März 2010


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