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Eine Leidenschaft, die die MS vergessen lässt

Wir vom Aktiv mit MS Serviceteam freuen uns immer wieder, wenn wir von Ihnen, Geschichten zugeschickt bekommen, die wir auf www.aktiv-mit-ms.de veröffentlichen können. Die Diagnose MS hielt Sigrid Simon-Glinka sie nicht davon ab, etwas Neues zu probieren und sie entdeckte das Reiten für sich.

Es hatte auch etwas beruhigendes, als ich Anfang Mai 2012 die Diagnose MS bekam. Beendet war eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Über eine lange Zeit diffuse und multiple Beschwerden, mit denen niemand etwas anfangen konnte: Übelkeit, Schwindel, ständige Erschöpfung - vieles wurde auf die Wechseljahre geschoben.

Es folgten Krankschreibungen, dann ein neuer Versuch im stressigen Job, und wieder eine Krankschreibung. Meine Situation verschärfte sich mit Gangunsicherheit und häufigem Stolpern. Meine Freundin Astrid stand mir zur Seite, fuhr mich in die Notaufnahme nach Berlin, wartete viereinhalb Stunden mit mir und hatte Tränen in den Augen, als man mich auf die Neurologie stationär einwies.

Die üblichen Untersuchungen folgten, und ich hing am Kortison-Tropf. Nach ein paar Tagen die Diagnose: vermutlich MS. So richtig glasklar wollten sie das im Krankenhaus noch nicht aussprechen. Das machte dann erst die MS-Spezialistin im Jüdischen Krankenhaus in Berlin. Die Kortison-Behandlung im Krankenhaus lief weiter. Es ging mir zusehends besser. Da half mir auch der tägliche Besuch meiner Freundin Astrid und aller meiner Lieben.

Nachdem ich wieder einigermaßen gehen konnte, drängte mein Mann auf die Entlassung. Sein Therapie-Vorschlag: Ich sollte mich unter die blühende Fliederhecke unseres Gartens setzen und die Ruhe, die Schönheit des Frühlings und die Kraft der Natur genießen. Es half.

Meine Freundin Astrid aktivierte Bärbel aus dem Nachbardorf, die eine Haflinger-Dame namens Resi hat. Ein gutmütiges, älteres Pferd, mit sicherem Haltegriff. Ohne Sattel gingen die Freundinnen mit Therapie-Pferd Resi und mir im Wald spazieren. Mehr und mehr kam das Gleichgewicht zurück – auch im übertragenen Sinne. Und eine neue Leidenschaft begann. Ich nahm Reitstunden, hatte viel Freude daran, und ich setzte mich mit meiner MS auseinander. Die Pferde Resi, Lady und Maja und meine Freundinnen haben mir dabei sehr geholfen.

Die Diagnose MS hielt mich nicht ab, Neues zu probieren. Den Winter über war ich jetzt im spanischen Andalusien. Und ich fand bei Almería einen Reitstall, wo alles passte. Die Strandausritte mit Pferde-Dame Ayla waren für mich ein Traum, den ich mir erfüllte. Fest steht: Die neue Leidenschaft macht es möglich, dass ich die MS vergesse und mit dem Pferd, der Natur und mir eins bin.



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