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Epstein-Barr-Viren und Multiple Sklerose

SILVER SPRING (Biermann) – Eine aktuelle Studie deutet erneut daraufhin, dass ein Zusammenhang zwischen dem Epstein-Barr-Virus und einer Multiple Sklerose-Erkrankung besteht.

Dass Virusinfektionen eine Rolle bei MS spielen könnten, wird bereits seit längerem diskutiert. Ein Virus, das in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, ist das Epstein-Barr-Virus. Es gehört zu den Herpesviren und wird über Tröpfchen oder Berührungen übertragen, schätzungsweise 95 Prozent aller Europäer sind infiziert. Die Infektion findet meistens bereits im Kindesalter statt – dann auch oft ohne Krankheitssymptome. Bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann das Virus allerdings das Pfeiffer-Drüsenfieber auslösen.

Ob eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus die Wahrscheinlichkeit für eine MS-Erkrankung erhöht, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Die Ergebnisse der Wissenschaftler aus Silver Spring deuten allerdings darauf hin, dass dieser Zusammenhang besteht. Sie suchten im Blut von 305 MS-Patienten und 610 gesunden Kontrollpersonen nach AntikörperAntikörper werden von so genannten B-Lymphozyten gebildet. Sie bilden mit einem Antigen, für das sie spezifisch sind, einen so genannten Antigen-Antikörper-Komplex. Durch diese Komplexierung werden verschiedene Abwehrmechanismen aktiviert. gegen das Virus. Alle Studienteilnehmer hatten über eine längere Zeitspanne immer wieder Blutproben abgegeben.

Zu Studienbeginn waren 42 Personen nicht mit dem Virus infiziert. Zehn von ihnen erkrankten zu einem späteren Zeitpunkt an MS – alle zehn infizierten sich, noch bevor die Krankheit ausbrach, mit dem Epstein-Barr-Virus. Im Vergleich dazu infizierten sich nur 35,7 Prozent der gesunden Kontrollpersonen mit dem Virus.

Die Wissenschaftler deuteten ihre Ergebnisse dahingehend, dass das Risiko, an MS zu erkranken, für Menschen, die nicht mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert seien, sehr niedrig sei. Es stiege allerdings stark an, wenn diese Menschen sich infizieren würden.

Quelle: Ann Neurol. 2010 Jun; 67(6):824-830


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