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Epstein-Barr-Virus und MS: Zusammenhang erhärtet

ROM (Biermann) - Seit 40 Jahren steht das Epstein-Barr Virus (EBV) im Verdacht, an der Entstehung der Multiplen Sklerose beteiligt zu sein. Nun konnten italienische Wissenschaftler diesen Verdacht mit neuen Daten erhärten.

Wie Dr. Francesca Aloisi beim zweiten Europäischen Kongress für ImmunologieImmunologie bezeichnet die Wissenschaft vom Abwehrsystem der Lebewesen gegen fremde Substanzen und Krankheitserreger. in Berlin berichtete, wiesen sie und ihr Team in den Hirnläsionen von MS-Patienten Nester von EBV-infizierten B-Lymphozyten nach. Ähnliche Befunde erhoben sie auch im erkrankten Gewebe von Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen.

Bereits Ende 2007 hatten Aloisi und Mitarbeiter EBV-Akkumulationen in den Hirnläsionen von MS-Patienten nachgewiesen. Sie fanden heraus, dass die Viren über B-Lymphozyten wie in einem Trojanischen Pferd in das Zentralnervensystem eingeschleust werden.

Die Wissenschaftler zeigten, dass die mit EBV infizierten B-Lymphozyten im Gehirn dann selbst zum Ziel eines Immunangriffs werden. Durch die Immunreaktion wird die chronische Entzündung angefacht, die letztlich zum Untergang von Hirngewebe führt. "Dies erhärtet den Verdacht, dass EBV und sein Trojanisches Pferd die wichtigste Ursache der Zerstörung von Nervengewebe bei multipler Sklerose darstellen", betonte Aloisi.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Immunologie, 14.09.2009


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