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Fatigue-Patienten zeigen eingeschränkte zentrale Muskelaktivierung

ÅARHUS (MedCon)– Viele MS-Patienten leiden unter FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus. – massiver körperlicher und geistiger Ermüdbarkeit. Die Ursachen dieser als sehr belastend empfundenen Erschöpfung sind bislang weitgehend unbekannt. Nun haben dänische Wissenschaftler allerdings herausgefunden, dass eine beeinträchtigte zentrale Muskelaktivierung zu dem Symptom beitragen könnte.

Wie A. K. Andreasen vom Åarhus University Hospital und Kollegen in der Zeitschrift Multiple Sclerosis berichten, hatten sie 60 Patienten mit schubförmig verlaufender MS und EDSSDie EDSS (Expanded Disability Status Scale), auch als Kurtzke-Skalasiehe EDSS bekannt, ist eine Skala zur Erfassung von neurologischen Ausfällen. Dabei werden die Stufen 0-10 unterschieden: Die Stufe 0 entspricht keiner Behinderung. Es werden insbesondere die Gehfähigkeit sowie acht weitere Funktionssysteme bewertet, z.B. bedeutet EDSS 2.0 leichte Behinderung in einem funktionellen System, EDSS 4.0 gehfähig ohne  Hilfe und Ruhepause für mindestens 500m und während 12 Stunden aktiv trotz relativ schwerer Behinderung. EDSS 6.0 bedeutet gehfähig für etwa 100m mit einseitiger oder zeitweiliger Unterstützung (Gehhilfe). Auf Stufe 9 ist der Betroffene hingegen vollständig pflegebedürftig. 10 bedeutet Tod durch MS. Eine detaillierte Übersicht zum EDSS finden Sie auf der Seite der DMSG.-Werte kleiner 3,5 untersucht und als chronisch erschöpft (Werte auf der Fatigue Severity Scale (FSS) ≥ 5,0) oder als nicht erschöpft (FSS ≤ 4,0) eingestuft.

Eine Einteilung nach der Form der Fatigue ergab, dass 19 Patienten unter primärer Fatigue (Verlangsamung aufgrund von Schäden im ZNSZentralnervensystem), 20 unter sekundärer Fatigue (durch Schlafstörungen, Behinderung etc.) und 21 nicht unter Fatigue litten. Bei allen Studienteilnehmern maßen die Forscher am rechten Musculus quadriceps des Oberschenkels die maximale spontane Kontraktion, die zentrale Muskelaktivierung und die periphere Aktivierung.

Dabei stellten sie fest, dass die maximale spontane Kontraktion in allen drei Gruppen ähnlich war und nicht mit den Fatigue-Werten korrelierte. Auch die periphere Muskelaktivierung war in allen Gruppen ähnlich.

Als beeinträchtigt erwies sich – im Vergleich zu den Patienten ohne Fatigue – in beiden Fatigue-Gruppen allerdings die zentrale Muskelaktivierung. Dabei korrelierte die Beeinträchtigung mit der Schwere der Fatigue. Während einer erschöpfenden Übung war in allen drei Gruppen allerdings ein ähnlicher Kraftverlust zu beobachten, ohne dass zwischen den Gruppen ein Zeitunterschied feststellbar war.

Quelle:

Andreasen A. K. et al. Multiple Sclerosis, Onlinepublikation vom 22. Mai 2009. doi:10.1177/1352458509105383.
msj.sagepub.com


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