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Forscher aus „Down Under“ entdecken MS-Gene

MELBOURNE (MedCon) – Ein Team aus australischen und neuseeländischen Wissenschaftlern hat zwei neue Genorte entdeckt, die dabei helfen könnten, die Ursachen der MS und anderer Autoimmunerkrankungen zu entschlüsseln. Dies geht aus einem Beitrag in der Zeitschrift Nature Genetics hervor.

„Seit Jahrzehnten sind die Ursachen der Multiplen Sklerose ein Rätsel. Diese Entdeckung erlaubt neue Einblicke in die genetische Veranlagung für diese Erkrankung“, sagte Professor Trevor Kilpatrick von der University of Melbourne, der die internationale Studie koordiniert hatte.

„Die neu entdeckten Genorte auf den Chromosomen 12 und 20 stellen sehr viel versprechende Ziele dar, die auf eine Empfänglichkeit für MS hindeuten“, erklärte Kilpatrick weiter. „Sie bestätigen auch einen Zusammenhang zwischen der genetischen Veranlagung für MS und anderen Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes oder rheumatoide Arthritis sowie die potenzielle Beteiligung der Vitamin-D-Stoffwechsels am Risiko, diese Krankheiten zu bekommen.“

In der dreijährigen Studie, an der mehr als 40 Wissenschaftler von elf australischen und neuseeländischen Instituten mitgearbeitet hatten, hatten die Forscher das Erbgut von 1618 MS-Patienten und 3413 Menschen ohne MS analysiert.

„In ein bis zwei Jahren werden wir die neu entdeckten Genorte wohl weiter entschlüsselt und die genetischen Veränderungen identifiziert haben, die unsere derzeitigen Ergebnisse untermauern“, sagte Dr Justin Rubio.

„In den nächsten Schritten wollen wir untersuchen, wie Veränderungen in diesen Zielgenen die Entwicklung einer MS beeinflussen könnten. Dies könnte uns auch bei der Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten helfen“, zeigte sich Rubio optimistisch.

„Wir sind stolz, dass wir diese Studie finanziell und koordinatorisch unterstützen konnten. Schließlich wollen wir die MS-Forschung dahingehend voranbringen, die Empfänglichkeit für MS zu entschlüsseln, damit wir den Ausbruch der Erkrankung möglicherweise verhindern und bessere Behandlungsmöglichkeiten entwickeln können“, kommentierte Jeremy Wright, Exekutivdirektor der MS Research Australia, die Forschungsergebnisse.

Quelle:

University of Melbourne, 16.6.2009, The Australia and New Zealand Multiple Sclerosis Genetics Consortium (ANZgene: Nature Genetics, published online: 14.Juni 2009. doi:10.1038/ng.396;
www.nature.com/ng/index.html



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