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Forscher entdecken wichtigen Schritt der Immunregulation

WÜRZBURG (Biermann) – Wissenschaftler aus Würzburg entschlüsseln wichtige Details der körperlichen Abwehr. Die Kenntnis dieser Abläufe könnte zukünftig den Weg für neue Therapieansätze ebnen.

Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose entstehen, wenn das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. irrtümlich den eigenen Körper bekämpft. Krankheitserreger oder Krebszellen muss das System allerdings abwehren, damit der Mensch gesund bleibt. Das Unterscheiden zwischen eigen und fremd ist daher eine wichtige – wenn auch schwierige – Aufgabe der körperlichen Abwehr.

Damit das Immunsystem diese Aufgabe meistern kann, müssen zahlreiche Komponenten genau gesteuert werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die regulatorischen T-Zellen, da sie fehlerhafte Reaktionen der Immunabwehr dämpfen. Häufig sind im Körper von Menschen mit Autoimmunerkrankungen zu wenige dieser Zellen vorhanden.

Auf diesen regulatorischen T-Zellen ruht auch die Hoffnung vieler Wissenschaftler weltweit. Denn wenn man die Aktivität der Zellen gezielt verstärken könnte, würde das eventuell die Symptome der Autoimmunerkrankungen lindern. Dafür müsste allerdings zunächst entschlüsselt werden, wie sie die Immunreaktionen im Detail steuern.

Auch Forscher der Universität in Würzburg beschäftigen sich mit diesen Abläufen. So entdeckten sie bereits 2007, dass die regulatorischen T-Zellen mit „normalen“ T-Zellen kommunizieren können, indem sie kleine Verbindungstunnel anlegen und Botenstoffe aussenden. Das führt dazu, dass sich die „normalen“ T-Zelllen nicht mehr teilen und keine entzündungsfördernden Stoffe mehr produzieren – ein gewünschter Effekt bei Autoimmunerkrankungen.

Wie die Zellen genau ausgeschaltet werden, fanden die Wissenschaftler mit ihrer aktuellen Arbeit heraus: Der Botenstoff leitet mehrere aufeinanderfolgende Schritte ein, die im Endeffekt dazu führen, dass viele Gene stillgelegt werden. Dadurch wird unter anderem die Produktion entzündungsfördernder Stoffe eingestellt.


Quelle: Universität Würzburg, Mitteilung vom 31. Januar 2011


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