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Forscher finden Biomarker für MS-Aktivität

MÜNCHEN (Biermann) – Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München haben ein Molekül entdeckt, das als Biomarker für Autoimmunstörungen wie Multiple Sklerose (MS) dienen könnte.

Die Immunantwort mithilfe aktivierter B-Zellen, sogenannter Plasmazellen, spielt bei der Abwehr von Infektionen eine zentrale Rolle: Plasmazellen produzieren AntikörperAntikörper werden von so genannten B-Lymphozyten gebildet. Sie bilden mit einem Antigen, für das sie spezifisch sind, einen so genannten Antigen-Antikörper-Komplex. Durch diese Komplexierung werden verschiedene Abwehrmechanismen aktiviert., die Krankheitserreger binden und unschädlich machen. Allerdings können die Antikörper auch irrtümlicherweise körpereigene Zellen attackieren – Autoimmunstörungen sind die Folge.

Damit dies nicht geschieht, ist es wichtig, dass der Körper die Aktivität und Lebensdauer von Plasmazellen genau reguliert. Wie lange eine Plasmazelle im Körper überlebt und Antikörper produziert, hängt stark von ihrem sogenannten BCMA-Rezeptor ab: Die Forscher konnten nun nachweisen, dass das Enzym Gamma-Sekretase den Rezeptor auf der Zelloberfläche abschneidet und damit die Immunreaktion dämpft.

Immunologischer Fußabdruck

Der abgeschnittene Teil des Rezeptors ist als lösliches sBCMA nachweisbar und kann als neuer Biomarker für Autoimmunkrankheiten eingesetzt werden, wie die Untersuchung klinischer Proben von Menschen mit MS und Lupus erythematodes zeigte. Bei Lupus-Betroffenen waren die sBCMA-Werte im Blut erhöht – und zwar umso mehr, je aktiver die Störung war. MS dagegen greift das zentrale Nervensystem an. „Entsprechend waren bei MS-Betroffenen die sBCMA-Werte im Nervenwasser umspielt, erhöht“, erklärte Prof. Edgar Meinl vom Klinikum der Universität München. „sBCMA ist also wie der Fußabdruck der stattfindenden Immunreaktion und kann Aufschluss über die Aktivität der Störung geben. Daher ist sBCMA geeignet, um als Laborparameter die Effekte verschiedener Therapiestrategien auf Plasmazellen zu erfassen.“

Dieser Fund könnte auch zu einer optimierten und individualisierten Therapie beitragen, denn B-Zellen und das BCMA-System stellen sowohl für MS als auch für Lupus ein therapeutisches Ziel dar, dessen Blockade die Antikörper-Produktion dämpfen könnte.



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