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Forscher finden Substanz für die Regeneration von Myelin

Forscher finden Substanz für die Regeneration von Myelin

HANNOVER (Biermann) – Bei Multipler Sklerose werden die Hüllen von Nerven (MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet.) in Gehirn und Rückenmark geschädigt, sodass Reize schlechter weitergeleitet und Nerven absterben können. Medikamente, die die Schäden an der Nervenhülle beheben, gibt es bislang nicht. Doch nun haben Forscher der Klinik für Neurologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit CDP-Cholin eine Substanz entdeckt, die in zwei Mausmodellen die Regeneration des Myelin zu fördern scheint.

„CDP-Cholin beschleunigt bei Mäusen die natürlicherweise ablaufende Regeneration nach einem Schub von ein paar Wochen auf ein paar Tage. Die Geschwindigkeit ist entscheidend, weil Nervenzellen irgendwann zugrunde gehen, wenn sie ohne Myelinhülle quasi ‚nackt‘ sind“, erklärt Prof. Martin Stangel, Leiter der Abteilung Klinische Neuroimmunologie und Neurochemie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

CDP-Cholin stimuliert ein Enzym, wodurch mehr Myelin-Vorläuferzellen entstehen und sich die Myelinhülle schneller regenerieren kann. „So könnten weniger Nervenzellen sterben, was langfristig zu weniger Behinderungen bei den Betroffenen führen würde“, ergänzt PD Dr. Thomas Skripuletz (MHH), der die Ergebnisse gemeinsam mit Stangel sowie Kollegen vom Universitätsklinikum Erlangen (Prof. Ralf Linker) in der Zeitschrift „Brain“ veröffentlicht hat.

„Letztlich müssen aber klinische Studien zeigen, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind“, sagt Stangel. Da CDP-Cholin bereits im Rahmen von anderen Erkrankungen untersucht worden und als Nahrungsergänzungsmittel verfügbar ist, sind entsprechende Studien bald möglich.


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