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Forscher weisen Nährstoffmangel bei MS nach

WASHINGTON (Biermann) – Frauen mit MS scheinen niedrigere Spiegel wichtiger Antioxidantien und anti-entzündlich wirkender Nährstoffe wie Folsäure und Vitamin E zu haben als vergleichbare Kontrollpersonen. Dies geht aus einer Studie hervor, die im April diesen Jahres auf dem Kongress der US-amerikanischen Gesellschaft für Neurologie präsentiert werden wird.

Für die Studie hatten Forscher die Ernährungsgewohnheiten von 27 Frauen mit MS und 30 Frauen ohne MS im Alter von 18 bis 60 Jahren und mit einem Body-Mass-Index (BMI) von maximal 30 kg/m2 analysiert. Untersuchungszeitraum war das Jahr vor Aufnahme einer zusätzlichen Gabe von Vitamin-D (Supplementierung).

Dabei zeigte sich, dass bei Frauen mit MS im Durchschnitt die Spiegel von fünf wichtigen Nährstoffen mit antioxidativen oder entzündungshemmenden Eigenschaften durchschnittlich niedriger waren als in der Kontrollgruppe: Folsäure aus der Nahrung, Vitamin E, Magnesium, Lutein-Zeaxanthin und Quercetin. Lutein und Zeaxanthin sind orangegelbe Carotinoide pflanzlicher Herkunft, die die Sehzellen vor kurzwelligem Licht und freien Radikalen schützen. Quercetin ist ein gelber Naturfarbstoff aus der Gruppe der Flavonoide und besitzt antioxidative Eigenschaften.

So nahmen die Frauen mit MS mit der Nahrung durchschnittlich 244 Mikrogramm Folsäure zu sich, während es in der Kontrollgruppe 321 Mikrogramm waren. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 400 Mikrogramm. Die Aufnahme von Magnesium betrug bei den Studienteilnehmerinnen mit MS durchschnittlich 254 Milligramm, während die Kontrollpersonen mit durchschnittlich 321 Milligramm die empfohlene Tagesdosis von 320 Milligramm erreichten. Außerdem stammte bei den MS-betroffenen Frauen ein geringerer Anteil der zugeführten Kalorienmenge aus Fetten als bei den Kontrollpersonen.

„Da die MS eine chronisch-entzündliche Störung ist, könnte die ausreichende Zufuhr von entzündungshemmenden Nährstoffen vorbeugend wirken oder das Schubrisiko bereits betroffener Personen reduzieren“, erklärte die Leiterin der Studie, Dr. Sandra D. Cassard von der John Hopkins Universität in Baltimore. „Antioxidantien haben eine große Bedeutung für die Gesundheit und können dabei helfen, die Auswirkungen von Schäden auf zellulärer Ebene zu reduzieren, die zu neurologischen Störungen wie MS beitragen können. Allerdings wissen wir derzeit nicht, ob die von uns festgestellten Unterschiede die Ursache oder eine Folge der MS sind“, sagte Cassard.



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