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Frauen sind häufiger von MS betroffen

OXFORD (Biermann) - Frauen, die unter Multipler Sklerose leiden, weisen häufiger als Männer ein bestimmtes Gen auf, das mit der MS in Verbindung steht. Nach Angaben britischer Wissenschaftler ist unter anderem dieser genetische Bereich dafür verantwortlich, dass Umweltfaktoren ihren Einfluss ausüben können.

Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass die Zahl der Menschen, die von MS betroffen sind, steigt. Insbesondere Frauen leiden heutzutage häufiger unter dieser neurodegenerativen Erkrankung. Wie die MS entsteht, ist bislang ungeklärt – allerdings spricht vieles dafür, dass Umweltfaktoren die Entstehung vorantreiben, wenn eine genetische Veranlagung vorliegt.

An der aktuellen Untersuchung nahmen 1055 Familien teil, in denen mindestens ein Mitglied von der MS betroffen war. Insgesamt wurden die Gene von 7093 Personen getestet, 2127 von ihnen litten unter der Multiplen Sklerose. Dabei achteten die Forscher besonders auf ein bestimmtes Gen, das als HLA Klasse II-Gen bezeichnet wird. Dieses wurde bereits zuvor in Zusammenhang mit MS beschrieben. Sie suchten nach Unterschieden zwischen betroffenen und gesunden Personen und bestimmten, welche Genvariante von der Mutter und welche vom Vater stammte.

Dabei entdeckten die Forscher, dass Frauen mit MS dieses Gen 1,4-mal häufiger aufwiesen als Männer. Diese Erkenntnis stimmte mit vorangegangenen Untersuchungen der Arbeitsgruppe überein, die unter anderem auch zeigten, dass Umwelteinflüsse sich auf diesen Bereich im Erbgut auswirkten.

„Unsere Ergebnisse zeigen außerdem, dass Frauen mit der HLA-Genvariante diese häufiger an Frauen in ihrer Familie weitergeben als an Männer“, ergänzte Dr. George C. Ebers, der die Untersuchungen leitete. Zudem tauche die Variante häufiger wieder bei Verwandten zweiten Grades wie Tanten, Neffen oder Nichten auf als bei Geschwistern, Eltern oder Kindern.

Quelle: American Academy of Neurology, Mitteilung vom 5. Januar 2010


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