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Große Freude und Herausforderung

Eine eigene Familie mit Kindern zu haben ist für viele Menschen ein nicht wegzudenkender Aspekt eines erfüllten Lebens. Paare, bei denen ein Partner mit MS lebt, machen da keine Ausnahme. Kinder großzuziehen ist eine Aufgabe, die immer wieder neue Herausforderungen stellt. Eltern sein bedeutet nicht nur eine große Verantwortung, sondern der Nachwuchs kann das Leben auch ganz schön auf den Kopf stellen. Kommt die MS als hinzu, ist die Herausforderung umso größer.

Menschen mit MS sind emotional gereifter

Vorweg das Allerwichtigste: Die MS muss keinen Einfluss auf eine enge und schöne Eltern-Kind-Beziehung haben, auch wenn sie für einen der Partner körperliche Einschränkungen bedeutet. Denn mehr als alles andere benötigt ein Kind emotionale Unterstützung und viel Liebe. MS-Betroffene sind aufgrund ihrer Erfahrungen, die sie durch die MS gemacht haben, emotional oft sehr gereift. Sie wissen vieles mehr zu schätzen als Menschen, die ohne chronische Erkrankung leben, und genießen und gestalten das Großwerden ihres Kindes oft viel bewusster!

Probleme, die für an MS betroffene Elternteile im Familienleben entstehen können, treten besonders im Säuglings- und Kleinkindalter auf, d. h. in den Jahren, in denen das Kind noch hilflos und voll und ganz auf seine Eltern angewiesen ist. Eine MS-bedingte Schwäche in den Beinen und Armen, FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus., Sehstörungen und Gleichgewichtsstörungen stellen zusätzlich hohe Anforderungen bei der Versorgung des Kindes an die Eltern.

Neben der Sorge um das Wohlergehen und die Entwicklung des Kindes können Ungewissheit über den Verlauf der MS und Unsicherheit als zusätzliche psychische Belastung hinzukommen. Eine gute Planung und Organisation sowie die richtige Ausstattung erleichtern dann insbesondere die ersten Jahre nach der Ankunft des Nachwuchses.

Kraft sparen

Kommt ein Baby ins Leben, wird die alltägliche Routine gehörig durcheinander- geworfen. Ein Baby unterscheidet nicht zwischen Tag und Nacht. Füttern und Windelwechseln bestimmen den Tages- und Nachtablauf. Dann müssen noch der Haushalt und die Einkäufe erledigt werden. Das alles zehrt bei jedem Menschen an den Kräften. Besonders MS-Betroffene sollten daher versuchen, möglichst schnell eine vorhersehbare und verlässliche Routine in ihren Tagesablauf zu bekommen.

Versuchen Sie, Kräfte zu sparen, indem Sie regelmäßige Ruhepausen einlegen. Schläft Ihr Kind, dann sollten Sie zuerst auch an sich denken und nicht an andere Aufgaben: Überlegen Sie, welche Aufgaben unbedingt erledigt werden müssen und was getrost einmal liegen bleiben kann. Wenn möglich, geben Sie die Tätigkeiten, die Sie am meisten anstrengen, an Partner, Familie oder Freunde ab. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen! Später dann gewöhnen Sie Ihr Kind möglichst früh an eine geregelte Schlafroutine: Der Tag ist zum Spielen, die Nacht zum Schlafen da.

Die richtige Ausstattung

Die richtige Ausstattung für Pflege und Betreuung des Kindes zu Hause hilft ebenfalls, Kraft zu sparen, und kann vieles vereinfachen. Kinder wachsen zwar schnell, weshalb viele Anschaffungen nur für kurze Zeit genutzt werden können. Doch sollten diese fürs Kind hauptsächlich sicher und für Sie gut zu handhaben sein. Dazu kann auch ein Besuch bzw. eine Beratung in einem Babyfachgeschäft sinnvoll sein. Schildern Sie dem Fachberater Ihre Situation, sicher können Sie gemeinsam einige Lösungen für Ihre individuellen Bedürfnisse finden!

Hier ein paar grundlegende Tipps:

  • Das Kinderbett sollte stufenweise höhenverstellbar sein. Ein kleines Baby kann auf der obersten Stufe sicher schlafen, und Sie können es besser herausheben. Mit zunehmender Aktivität und Mobilität des Kindes kann das Bett auf eine niedrigere Stufe hinuntergestellt werden. Später, auf der niedrigsten Stufe, kommt Ihnen das Kind meist schon stehend entgegen und erleichtert so das Hinausheben.

  • Wählen Sie eine leichte Matratze (z. B. aus Kaltschaum) und ein großzügiges Spannbettlaken. Auf diese Weise tun Sie sich leichter, das Bett zu beziehen.

  • Wählen Sie einen Wickeltisch in der für Sie passenden Höhe. Utensilien wie Windeln, Tücher, Creme etc. sollten auf einem Regal in guter Greifhöhe sein.

  • Haben Sie genügend Platz, ist die Anschaffung eines stufenverstellbaren Laufstalls sinnvoll. Das Baby kann hier sicher seine ersten Bewegungsübungen versuchen, und Sie können beruhigt für kurze Zeit den Raum verlassen.

  • Ein Kinderwagen sollte vor dem Kauf im Fachgeschäft ausprobiert werden. Wählen Sie einen aus, der leicht zu handhaben ist. Die Bedienung der Bremsen, Sitzfunktionen und Gurte sowie die Höhenverstellbarkeit des Griffs sollten ohne viel Kraft möglich sein. Große Räder erleichtern das Lenken. Die Höhe des Kinderwagens sollte ein leichtes Hineinsetzen und Herausheben des Kindes ermöglichen.

  • Ist Ihr Kind dann so weit, dass es im Kinderstuhl sitzen kann, wählen Sie ebenfalls einen Stuhl, mit dem das Hineinsetzen und Herausheben möglichst bequem für Sie ist. Mitwachsende Stühle sind so gestaltet, dass das Kind schnell selbst hineinklettern kann. Der Stuhl sollte auch nicht zu schwer sein, damit Sie ihn leicht hin und her bewegen können. Zu diesem Zweck gibt es auch Hochstühle auf Rollen.

  • Zum Baden eignet sich eine Badestation, die in passender Höhe auf die Badewanne installiert werden kann. Wenn Sie allerdings dabei unsicher sind, sollten Sie aus dem Baden einen Familienspaß machen und Ihren Partner zur Hilfe miteinbinden. Ist Ihr Kind größer, kann es in der großen Wanne baden. Dann sollten Sie auf eine rutschfeste Matte achten, und zwar nicht nur in der Wanne, sondern auch davor. Denn kommt Ihr Kind richtig in Fahrt, bleibt das Wasser nicht lange in der Wanne, und das Ereignis wird für Sie zur Rutschpartie …

Ob mit oder ohne MS – Babys bedeuten für alle Eltern gleichermaßen Freude und Anstrengung. Daher ist es wichtig, Kräfte zu schonen: Richten Sie sich mit Ihren Ruhezeiten nach denen des Kindes und machen Sie sich schon zu Beginn der Schwangerschaft Gedanken über mögliche Unterstützung.


Quellen:
www.familienhandbuch.de
www.webmd.com


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