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Höhere Schubrate bei pädiatrischer MS

BOSTON (MedCon) – Patienten, deren Multiple Sklerose vor dem 19. Lebensjahr auftritt, scheinen mehr SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. zu haben als solche, deren Erkrankung im Erwachsenenalter diagnostiziert wird. Dies geht aus einem Beitrag in der Januarausgabe der Archives of Neurology hervor.

Mark P. Gorman vom Brigham and Women’s Hospital and Massachusetts General Hospital, Boston, und Kollegen hatten 110 Patienten mit schubförmig remittierender MS im Erwachsenenalter (durchschnittliches Alter bei Diagnose 34,4 Jahre) und 21 Patienten mit MS-Diagnose im Kindesalter (durchschnittliches Alter bei Diagnose 15,4 Jahre) untersucht.

Die Studienteilnehmer entwickelten ihre ersten Symptome nach Juli 2001, wurden alle sechs Monate neurologisch untersucht und für durchschnittlich 3,67 (Jugendliche) bzw. 3,98 Jahre (Erwachsene) beobachtet.

Dabei fanden sie, dass Patienten, deren Erkrankung in der Kindheit auftrat, im Durchschnitt eine höhere Schubrate pro Jahr hatten als die, die ihre Diagnose im Erwachsenenalter erhalten hatten (1,13 versus 0,4 Schübe pro Jahr). Diese Ergebnisse blieben auch bestehen, wenn die Forscher das Geschlecht, die Abstammung und den Teil der Erkrankungsdauer berücksichtigten, den die Betroffenen unter krankheitsmodulierender Behandlung verbracht hatten. Allerdings gilt auch als sicher, dass die MS bei Patienten, deren Erkrankung in der Kindheit diagnostiziert wurde, langsamer voranschreitet.

Sollten Patienten mit einer MS, die im Kindesalter auftrat, tatsächlich mehr Schübe haben, obwohl ihre Erkrankung langsamer voranschreitet, "könnte diese Diskrepanz auf eine größere Plastizität, weniger Neurodegeneration und möglicherweise mehr Reparatur- und Remyelinisierungspotenzial im jüngeren Nervensystem hindeuten", schlussfolgern die Wissenschaftler aus ihren Beobachtungen.

Quelle: Gorman M. P. et al., Arch Neurol. 2009; 66[1]: 54-59.


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