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Im Sattel mit Doris Kliefoth

Seit 2003 lebt Doris Kliefoth mit der Diagnose Multiple Sklerose und war sogar kurzfristig auf den Rollstuhl angewiesen. Doch die 52-Jährige ließ sich nicht unterkriegen und kämpfte, um ihrer Leidenschaft – dem Reiten – weiterhin nachgehen zu können. Und dieser Eifer zahlte sich aus: Heute kann sie wieder laufen und erfolgreich ihr Hobby ausüben. Auch ein Reitunfall, bei dem die begeisterte Englisch-Reiterin sich einen Rückenwirbel brach, war kein Grund, auf Zügel und Sporen zu verzichten: Sie rüstete einfach auf Westernreiten um.

Reiten wie die Cowboys

Wie es der Name schon erahnen lässt, lehnt sich diese Form des Reitens an die Arbeitsreitweise der Cowboys an  und stammt ursprünglich aus Amerika. Damals saßen die Männer bis zu 16 Stunden im Sattel. Da benötigte man ein ausdauerndes Pferd mit sanften Gängen und ausgeglichenem Temperament. Genau diese Eigenschaften hat ein ausgebildetes Westernpferd. Das Besondere: Es kommt mit einer minimalen Hilfegebung aus. Der Reiter gibt lediglich kleine Impulse an das Tier weiter, das dann ohne weiteres Einwirken in diesem Tempo bleibt.

Doris Kliefoth und ihre in Texas geborene Stute Schisar sind ein eingespieltes Team. Für das Aufsteigen hat die in Niederbayern lebende Hobbyreiterin ihrem Pferd beigebracht, sich neben einer Steighilfe zu positionieren, damit sie besser in den Sattel kommt. Danach wird sich warmgeritten, ganz gemütlich und entspannt – das Schöne am Westernreiten.

Sanftes Galopp und Parkour

Weite Wege durch die Prärie zurücklegen, die Herde kontrollieren und betreuen. Diese Aufgaben der damaligen Cowboys spiegeln sich in den Disziplinen wieder, die Doris Kliefoth praktiziert: Bei dem sogenannten "Pleasure" sitzt sie beispielsweise langsam trabend besonders sanft und sehr gut im Sattel – ein pures Reitvergnügen sozusagen.  Geschicklichkeit ist bei dem "Trail" gefragt: Hier muss ihre Stute ruhig, geschmeidig und ohne große Einwirkungen von ihr durch Hindernisse bewegt werden.

Wettkämpfe hat sich Doris Kliefoth nach der Diagnose erst einmal nicht mehr zugetraut, da ihr rechtes Bein gelähmt ist. Doch ihre Trainerin schlug als Ersatz eine Gerte vor. Schisar ist nun darauf trainiert, die Kommandos von diesem biegsamen Stock zu bekommen. Somit stand der Teilnahme an Turnieren nichts mehr im Wege – ihr größter Erfolg war letztes Jahr der siebte Platz bei den Bayerischen Meisterschaften.    

 

In einem Video stellt Doris Kliefoth Ihre große Leidenschaft vor, demonstriert was sich hinter Trail und Pleasure verbirgt und erläutert weshalb sie das Reiten allen MS-Betroffenen nur ans Herz legen kann. Einfach auf Play klicken…

 

 


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