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Individuelle Therapiekonzepte möglicherweise auch bei Multipler Sklerose

SAN FRANCISCO (BIERMANN) – Bereits vor Therapiebeginn die bestmögliche Strategie zu bestimmen, das ist das Ziel der individualisierten Medizin. Zukünftig könnte bei bestimmten Krankheiten ein Test über die genetischen Besonderheiten des Patienten Aufschluss geben und daraufhin die effektivste Therapie zusammengestellt werden. Wissenschaftler aus San Fransisco setzen sich dafür ein, dieses auch für MS-Erkrankungen zu etablieren.

Unterschiede im Erbgut führen dazu, dass der Patient verschiedene Merkmale ausbildet – zum Beispiel eine unterschiedliche Anzahl an Hormonbindestellen oder anderer ProteineEiweiße auf der Zelloberfläche. Diese Strukturen sind häufig auch Ansatzstellen für Medikamente, daher reagieren die Betroffenen unterschiedlich auf bestimmte Therapien. Kann man diese Merkmale verschiedenen Krankheitsverläufen zuordnen, so ist es möglich, im Vorfeld bereits den Erfolg bestimmter Medikamente vorauszusagen.

Auch bei MS verläuft die Krankheit von Patient zu Patient verschieden und die Betroffenen reagieren unterschiedlich gut auf bestimmte Therapien. Inwieweit bestimmte genetische Merkmale die Wirkung beeinflussen, ist allerdings noch weitgehend unbekannt.

Die Wissenschaftler sichteten bisherige Studien zu MS-Erkrankungen und ordneten, soweit möglich, die genetischen Merkmale bestimmten Therapieoptionen zu. Diese sogenannte pharmakogenetische Studie soll in Zukunft weiter ausgeführt werden.

„Da wir immer mehr über die Wirkmechanismen der Medikamente und die grundlegende Erkrankung wissen, könnte eine Kombination der Therapien stabiler und länger vor der chronischen Entzündungsreaktion bei MS schützen“, erläuterten die Autoren die Zielsetzung der Studie. Zukünftig müssten alle Daten, die in der klinischen Forschung gewonnen werden, in diese Untersuchungen einbezogen werden.

Quelle: Pappas DJ, Oksenberg JR, Neurology, 2010 Jan 5, Suppl 1; 62-69


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