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Industriell gefertigte Nahrungsmittel könnten das MS-Risiko erhöhen

BERLIN (BIERMANN) – Tragen industriell produzierte Lebensmittel dazu bei, dass Menschen an Multipler Sklerose erkranken? Eine statistische Auswertung der Aufzeichnungen aus sieben EU-Ländern deutet zumindest darauf hin: So geht die verstärkte Produktion bestimmter industriell verarbeiteter Lebensmittel mit einem erhöhten MS-Auftreten einher.

„Diese Daten sind noch kein Beweis eines ursächlichen Zusammenhangs, aber ein klarer Hinweis darauf, dass ein solcher Zusammenhang bestehen könnte und daher eingehend untersucht werden sollte,“ erläuterte der deutsche Epidemiologe Dr. Klaus Lauer, der die Auswertung Ende Juni auf dem 20. Jahreskongress der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS) in Berlin präsentierte.

Er verglich im Rahmen einer „ökologischen Studie“ die Produktionsdaten der Lebensmittelindustrie mit der Häufigkeit von MS-Erkrankungen in sieben EU-Staaten. Dabei stellte er einen statistischen Zusammenhang für Produkte wie Margarine, Fleisch- und Wurstkonserven, Marmelade und Konfitüre, Schokolade, Schoko- und Zuckerkonfektionswaren sowie für Bier fest.

In Ländern, in denen besonders viel Dosenfisch und Pastaprodukte hergestellt wurden, erkrankten wiederum weniger Personen an MS als im europäischen Durchschnitt. „Weil in ökologischen Studien nicht Individuen, sondern große Kollektive untersucht werden, kann daraus nicht direkt auf eine ursächliche Beziehung geschlossen werden“, betonte Dr. Lauer. Dafür seien wesentlich aufwendigere individuelle Studien nötig, bei denen untersucht werde, ob diejenigen, die später an MS erkrankten, davor auch tatsächlich mehr der bestimmten Lebensmittel zu sich genommen hätten als diejenigen, die gesund blieben. Sie seien aber ein ernstzunehmender Hinweis auf eine solche Möglichkeit, dem durch eingehendere Untersuchungen unbedingt nachgegangen werden sollte.

Quelle: ENS Abstract P615, Mitteilung der ENS Pressestelle vom 22. Juni 2010


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