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Kaffee schützt vor Multipler Sklerose

kaffee schuetzt vor multipler skleros

STOCKHOLM (Biermann) – Der Genuss von mehr als 900 ml oder etwa sechs Tassen Kaffee pro Tag scheint das Risiko für eine Multiple Sklerose (MS) zu reduzieren. Dies geht aus einer Studie schwedischer und US-amerikanischer Wissenschaftler hervor, die im „Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry“ erschienen ist. Koffein, das stimulierend auf das zentrale Nervensystem wirkt, hat demnach neuroprotektive Eigenschaften und scheint nach Ansicht der Forscher die Produktion entzündungsfördernder Stoffe unterdrücken zu können.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf zwei repräsentativen populationsbasierten Studien in Schweden und den USA, bei denen insgesamt mehr als 2700 Personen mit MS und knapp 4000 Personen ohne MS zu ihrem Kaffeekonsum befragt wurden. In der schwedischen Untersuchung wurden die Teilnehmer aufgefordert, ihren täglichen Kaffeekonsum sowie ihren Konsum während verschiedener Lebensphasen zwischen 15 und 40 Jahren zu quantifizieren. In der US-amerikanischen Befragung wurden die Teilnehmer ebenfalls gefragt, wie viele Tassen Kaffee sie täglich trinken. Kaffeetrinker sollten außerdem angeben, wann sie angefangen hatten, regelmäßig Kaffee zu trinken.

Die Auswertung dieser Angaben ergab in beiden Untersuchungen, dass diejenigen, die täglich weniger Kaffee trinken, ein höheres MS-Risiko haben. Dieser Zusammenhang blieb auch bei Berücksichtigung von Risikofaktoren wie Rauchen oder dem Körpergewicht als Teenager bestehen.

In der schwedischen Studie war der Konsum von mehr als 900 ml Kaffee pro Tag mit einem 28 bis 30 Prozent geringeren MS-Risiko verbunden. Dieser Zusammenhang galt für den Zeitpunkt der Erstmanifestation ebenso wie für die fünf beziehungsweise zehn Jahre zuvor.

Ähnliches zeigte die Studie in den USA: Hier ergab die Auswertung der Daten, dass Personen, die mindestens fünf Jahre vor Auftreten der ersten MS-Symptome pro Tag mehr als 948 ml Kaffee getrunken hatten, ein im Vergleich zu Koffeinabstinenzlern um 26 bis 31 Prozent geringeres MS-Risiko haben.

Dabei zeigte sich ein linearer Zusammenhang: Je mehr Kaffee getrunken wurde, desto niedriger war das MS-Risiko.

Die Autoren schränken zwar ein, dass es sich bei der Untersuchung um eine Beobachtungsstudie handele, die keinen sicheren Rückschluss auf Ursache und Wirkung zulasse. Allerdings bestätigten die Ergebnisse Studien, die einen schützenden Effekt des Koffeins vor neurodegenerativen Störungen wie Morbus Parkinson oder Alzheimer-Demenz gezeigt hätten.

Möglicherweise seien auch nicht das Koffein, sondern andere Inhaltsstoffe des Kaffees für den beobachteten Zusammenhang verantwortlich, erklärten die Forscher. Dies müsse in weiteren Studien untersucht werden.


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