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Kaliumkanäle und Einwanderung von Immunzellen

MÜNSTER (Biermann) – Wissenschaftler der Universität Münster haben einen neuen Mechanismus zur Behandlung der Multiplen Sklerose entdeckt: einen Kaliumkanal, der die Einwanderung von Immunzellen in das Gehirn reguliert. Sie glauben, dass eine Aktivierung dieses Kanals eine Basis für neue Therapien sein könnte.

"Wir gehen davon aus, dass ein komplexer Prozess zur Entstehung von Symptomen der Krankheit beiträgt", erläutert Dr. Sven Meuth, stellvertretender Direktor der Klinik für Allgemeine Neurologie der Uniklinik Münster: "Zunächst werden die schädlichen Immunzellen in den Lymphknoten und der Milz aktiviert. In einem zweiten Schritt passieren sie die Blut-Hirn-SchrankeDie Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Barriere zwischen dem Blutgefäßsystem und dem Zentralen Nervensystem durch die der Stoffaustausch kontrolliert wird. Diese "Schranke" soll das Gehirn vor toxischen (giftigen) Substanzen schützen. Der wesentliche Bestandteil dieser Schranke oder Barriere sind Endothelzellen, die die kapillaren Blutgefäße im Gehirn auskleiden. – jene Barriere zwischen Gehirn und restlichem Körper, die sie normalerweise nicht durchdringen können –, um danach im Gehirn eine schädliche Entzündungsreaktion auszulösen."

An allen drei Phasen sind Zellen mit bestimmten Ionenkanälen beteiligt – das sind ProteineEiweiße in der Zellhülle, die geladenen Teilchen (Ionen) das Durchqueren der Membran ermöglichen. In der aktuellen Arbeit beschäftigten sich die Wissenschaftler mit der Rolle des Kaliumkanals TREK1 für die Immunzellwanderung durch die Blut-Hirn-Schranke. "TREK1 reguliert die Wanderung von Immunzellen. Eine Aktivierung des Kanals verhindert diese Migration", erklärt Dr. Stefan Bittner, einer der Erstautoren der Studie.

Schon jetzt existieren MS-Medikamente, die die Immunzellwanderung über die Blut-Hirn-Schranke blockieren und so beweisen, dass die Strategie aufgeht. In weiteren Studien wollen die Forscher nun Substanzen entwickeln, die auf den speziellen Kaliumkanal gezielter und stärker einwirken und eines Tages die Therapie der Multiplen Sklerose bereichern können.



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