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Kallikrein-Werte bei MS

NEW YORK (Reuters Health) – MS-Patienten zeigen erhöhte Spiegel der Serin-Proteasen vom Kallikrein-Typ – EnzymeEnzyme sind Moleküle, die in Körperzellen biochemische Vorgänge beschleunigen und diese in einer gewünschten Richtung ablaufen lassen., die mit verschiedenen Störungen des zentralen Nervensystems in Zusammenhang stehen, wie Wissenschaftler auf dem 133. Kongress der Amerikanischen Neurologischen Gesellschaft in Salt Lake City, Utah, berichteten.

Im Rahmen dieser Veranstaltung stellte Dr. Isobel A. Scarisbrick von der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, die Forschungsergebnisse ihrer Arbeitsgruppe zu den Kallikrein-Spiegeln (KLK) im Blut von 35 MS-Patienten und 62 Kontrollpersonen vor.

Dabei seien die KLK1- und KLK6-Spiegel bei den MS-Patienten erhöht gewesen, "wobei die höchsten Werte mit einem sekundär progressiven Krankheitsverlauf assoziiert waren", erklärte Dr. Scarisbrick gegenüber Reuters Health.

Erhöhte KLK1-Werte korrelierten mit höheren Behinderungswerten auf der EDS-Skala, während die KLK6-Spiegel mit den späteren Verschlechterungen bei Patienten mit schubförmig remittierender MS im Zusammenhang standen.

"Die in vitro-Exposition von Kortexzellen von Mäusen gegenüber KLK1 und KLK6 förderte den schnellen Rückzug von Nervenausläufern und den Verlust von Nervenzellen", berichtet Dr. Scarisbrick in der Kurzfassung ihres Vortrags.

"Insgesamt deuten diese Studien darauf hin, dass KLK1und KLK6 nicht nur als serologische Marker der progressiven MS dienen, sondern auch direkt zur Entwicklung neurologischer Schäden beitragen, indem sie Schäden an den Axonen und das Absterben von Nervenzellen fördern", erklärte die Wissenschaftlerin der Mayo Clinic.

"Zur normalen Funktion der Kallikreine im ZNSZentralnervensystem gibt es noch erheblichen Forschungsbedarf", sagte Dr. Scarisbrick in einem Interview im Anschluss an ihren Vortrag. "Wir konnten zeigen, dass KLK1 und KLK6 die Menge an Signalproteinen in Nervenzellen vermindern, die auch für das Überleben der Zellen wichtig sind. Möglicherweise tragen diese Kallikreine, wenn sie – wie beispielsweise in MS-Läsionen – im Übermaß auftreten, zur Neurodegeneration bei."

"Letztendlich hoffen wir, eine auf diese Enzyme ausgerichtete Therapie entwickeln zu können, die Patienten mit progressiver MS helfen kann", schlussfolgerte die Wissenschaftlerin.

Quelle: Reuters Health, 25.09.2008


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