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Kampfsport verändert die Schmerzempfindlichkeit

Asiatische Kampfkünste trainieren nicht nur die Beweglichkeit und das Gleichgewicht – sie härten auch gegen Schmerzen ab, wie eine aktuelle Untersuchung nahelegt. Kampfkünstler akzeptieren die Schmerzen demnach eher und nehmen sie nicht als belastend wahr.

BOCHUM (Biermann) - Asiatische Kampfkünste trainieren nicht nur die Beweglichkeit und das Gleichgewicht – sie härten auch gegen Schmerzen ab, wie eine aktuelle Untersuchung nahelegt. Kampfkünstler akzeptieren die Schmerzen demnach eher und nehmen sie nicht als belastend wahr.

Die Abhärtung gegen die Schmerzen gehört zu den wesentlichen Trainingszielen von Kampfkünsten wie Kung Fu oder Karate. So soll der Schmerz als Schutzmechanismus überwunden werden, da er den Kämpfenden sonst zum Rückzug zwingen würde.

Um den Erfolg für dieses Trainingsziel zu überprüfen, testeten die Wissenschaftler die Reaktion auf künstlich erzeugte Schmerzreize bei Kampfkünstlern und Breitensportlern. Dabei stellten sie Änderungen sowohl bei der subjektiven Wahrnehmung als auch in der gefühlsmäßigen Bewertung des Schmerzes fest.

Die Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass die Ursache für diese Veränderungen nicht körperlich ist. Dieses wäre zum Beispiel der Fall, wenn die Schmerzweiterleitung an Arm oder Bein verringert würde. In diesem Fall ist das verminderte Schmerzempfinden wahrscheinlich auf eine andere Denkweise zurückzuführen.

„Die meisten Menschen klagen über Kopfschmerzen und versuchen, sie etwa durch Medikamente zu behandeln. Für Kampfsportler ist das Schmerzgefühl hingegen nicht negativ behaftet, sondern selbstverständlicher Teil des Trainings“, erläuterte Studienleiterin Dr. Monika Dirkwinkel. „Kampfkünstler gehen gelassener mit Schmerzen um und scheinen auch weniger empfindlich zu sein“, so das Resümee der Wissenschaftlerin.

Die Forschungsergebnisse wurden Anfang Oktober auf dem Deutschen Schmerzkongress 2010 in Mannheim vorgestellt.

Quelle: Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS)


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