Was ist der Login?

Sie können sich über einen Klick auf das Icon oben rechts,
wie gewohnt, bei Aktiv mit MS anmelden.

Sie können ab sofort für zukünftige Besuche auch direkt angemeldet bleiben.



Koffein schützt Mäuse vor MS-Symptomen

ITHACA (MedCon) – Ein hoher Koffeinkonsum scheint mehr zu bewirken, als müde Menschen munter zu machen: Wissenschaftlern zufolge könnte das Stimulanz sogar vor Multipler Sklerose schützen. Vor einer Selbsttherapie mit der Kaffeekanne warnten die Forscher aber eindringlich.

Ihre Ergebnisse stellten die Forscher der Cornell University in Ithaca Anfang April auf dem Kongress für Experimentelle Biologie in San Diego vor.

Jeffrey Mills und Kollegen hatten Mäusen koffeiniertes Wasser zu trinken gegeben – die Dosis entsprach dabei der Koffeinmenge, die ein Mensch mit sechs bis acht Tassen Kaffee pro Tag zu sich nimmt – und dabei herausgefunden, dass die Tiere nicht an der Experimentellen Autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE) erkrankten. Die EAE ist eine der menschlichen Multiplen Sklerose (MS) ähnliche Erkrankung bei Labortieren.

Trotzdem warnen die Wissenschaftler davor, zur Behandlung und Vorbeugung einer MS große Mengen Kaffee zu trinken, da noch mehr Studien notwendig seien, um den Wirkmechanismus zu verstehen, über den Koffein die Erkrankung verhindert. „Wir wissen bislang nur, dass Koffein bei Mäusen mit EAE MS-ähnliche Symptome unterdrückt“, erklärte Mills.

Die Wissenschaftler hatten genetisch veränderte Mäuse untersucht, um herauszufinden, ob das Signalmolekül Adenosin und seine Rezeptoren tatsächlich für die EAE verantwortlich sind.

Bislang sei bekannt gewesen, dass die Bindung von Adenosin an einen von vier verschiedenen Rezeptortypen in einem bestimmten Hirnareal dazu führt, dass T-LymphozytenWeiße Blutkörperchen, die eine wichtige Funktion in der Erkennung und Zerstörung von körperfremdem Material haben. ins Gehirn eindringen und dieses schädigen können, berichteten die Forscher.

Koffein besetzt die Adenosinrezeptoren und blockiert somit die Wanderung der Lymphozyten ins Gehirn. Entsprechend zeigten die Mäuse, die im Versuch mit Koffein angereichertes Wasser erhielten, keine MS-Symptome.

„Unsere Studie könnte zu neuen Therapieansätzen führen, die Adenosinrezeptorblocker wie Koffein nutzen“, erklärte Mills.

Dabei gibt es nach Ansicht der Forscher allerdings zwei Probleme: Erstens gebe es derzeit keine Möglichkeit, MS vor dem Auftreten erster Symptome zu diagnostizieren. Zweitens bringe Koffein keine Heilung, die neuen Erkenntnisse könnten aber neue Möglichkeiten der Schubprophylaxe eröffnen, sind die Wissenschaftler zuversichtlich.

Quelle: Pressemitteilung der Cornell University vom 8. April 2008


Schlagworte / Themen


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu. Mehr erfahren
Okay
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu.
Mehr erfahren
Okay