Was ist der Login?

Sie können sich über einen Klick auf das Icon oben rechts,
wie gewohnt, bei Aktiv mit MS anmelden.

Sie können ab sofort für zukünftige Besuche auch direkt angemeldet bleiben.



Lithium schützt vor künstlicher MS

BIRMINGHAM (MedCon) – Britischen Wissenschaftlern ist es am Tiermodell gelungen, mit Lithium die MS-typischen Symptome zu unterdrücken. Dies geht aus einem aktuellen Beitrag im Journal of Immunology hervor.

"Die Experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE) führt bei Tieren zu vielen Charakteristika der Multiplen Sklerose, für die es bislang keine geeignete Therapie gibt. Wir untersuchten deshalb, ob Lithium, ein Hemmer des Enzyms Glycogen-Synthasekinase-3 (GSK3), die EAE von Mäusen lindern kann", schreiben Patrizia De Sarno und Kollegen.

Dabei fanden sie, dass die Behandlung der Versuchstiere mit Lithium vor dem künstlichen Auslösen der Erkrankung die klinischen Symptome der EAE deutlich unterdrückte und den Abbau des MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. sowie die Einwanderung von LeukozytenLeukozyten sind weiße Blutkörperchen. Sie übernehmen vielfältige Funktionen in der Abwehr von körperfremdem Material (Viren und Bakterien) sowie bei der Entstehung von Allergien. in das Rückenmark stark verminderte.

Verabreichten die Forscher das Lithium nach dem Auftreten der Erkrankung, war die Erkrankung schwächer ausgeprägt und die Tiere erholten sich leichter. Im Gegensatz dazu erkrankten Versuchstiere, die die GSK3 bilden konnten, schneller und schwerer.

Bei Mäusen, die unter schubförmig remittierender EAE litten, hielt die positive Wirkung des Lithiums bei Gabe nach der ersten klinischen Episode für 90 Tage an, nach Absetzen der Substanz verschlechterte sich die Erkrankung rasch.

"Diese Ergebnisse zeigen, dass Lithium die EAE unterdrückt, und identifizieren GSK3 als neues Ziel für eine therapeutische Intervention, die sich bei Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen als hilfreich erweisen könnte", schlussfolgern die Wissenschaftler abschließend.

Quelle: J Immunol. 2008; 181(1): 338 - 345


Schlagworte / Themen


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu. Mehr erfahren
Okay
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu.
Mehr erfahren
Okay