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Logistik der Myelinbildung geklärt

MAINZ (Biermann) - Wissenschaftler der Universität Mainz haben einen wichtigen Mechanismus entdeckt, der die Bildung der MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird. an den Ausläufern von Nervenzellen beeinflusst. Die Forscher hoffen, damit regenerativen Therapien für demyelinisierende Erkrankungen einen Schritt näher gekommen zu sein.

Bislang war bekannt, dass spezialisierte Gehirnzellen, die sogenannten OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., die AxonAxone sind Fortsätze von Nervenzellen. Sie stellen die Verbindung zwischen den Nervenzellen und den ihnen nachgeschalteten Erfolgszellen, z.B. Muskelzellen, her und dienen der Kommunikation im Nervensystem. Axone werden von Hüllzellen umgeben. Diese bilden MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von Oligodendrozyten, im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. und überziehen die Axone mit einer weißlichen Myelinscheide (Markscheide). Die Myelinscheide schützt die Axone und beschleunigt die Leitung der Nervenimpulse. von Nervenzellen sogar an mehreren Stellen gleichzeitig mit eigenen Fortsätzen umwickeln und dabei bis zu 50 Membranschichten bilden. "Das ist eine gewaltige Leistung, für die ein Oligodendrozyt ein ausgeklügeltes und fein abgestimmtes Transportsystem braucht, um die notwendigen Baustoffe gezielt und auch rechtzeitig an Ort und Stelle zu bekommen", erklärte Dr. Eva-Maria Krämer-Albers. Ihrer Arbeitsgruppe ist es nun gelungen, einen Mechanismus nachzuweisen, der diese Logistik teilweise regelt.

Danach wird der Transport des wichtigsten Eiweißes für den Bau der Myelinschichten von zwei anderen Proteinen kontrolliert. Werden diese beiden Eiweißstoffe in einer Zellkultur deaktiviert, dann ist der Transport des Bauproteins deutlich verringert – am stärksten, wenn beide gleichzeitig entfernt wurden. In weiteren Studien wollen die Mainzer Zellbiologen nun untersuchen, ob es zwischen dem Ausschalten der Kontrollproteine und demyelinisierenden Erkrankungen einen direkten Zusammenhang gibt.



Quelle:
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 21. April 2011, The Journal of Neuroscience, 13. April 2011, doi: 10.1523/JNEUROSCI.6638-10.2011



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