Was ist der Login?

Sie können sich über einen Klick auf das Icon oben rechts,
wie gewohnt, bei Aktiv mit MS anmelden.

Sie können ab sofort für zukünftige Besuche auch direkt angemeldet bleiben.



Mehr Aufmerksamkeit für B-Zellen

ROCHESTER (MedCon) – Bei der Untersuchung, wie Mäuse eine Infektion mit Würmern bekämpfen, haben Forscher entdeckt, dass das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. vielseitiger ist als bislang angenommen. Damit eröffnet die Arbeit mit den Würmern auch neue Aspekte für die Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten von Autoimmunerkrankungen.

In ihrer Studie, die in der Märzausgabe der Zeitschrift Immunity erscheint, hatten sich die Forscher vornehmlich auf B-Zellen konzentriert, eine Gruppe von Immunzellen, die im Körper kursieren und ihn vor schädlichen Bakterien, Viren oder Parasiten schützen.

Bislang gingen Forscher davon aus, dass B-Zellen fremde Angreifer identifizieren und diese mit AntikörperAntikörper werden von so genannten B-Lymphozyten gebildet. Sie bilden mit einem Antigen, für das sie spezifisch sind, einen so genannten Antigen-Antikörper-Komplex. Durch diese Komplexierung werden verschiedene Abwehrmechanismen aktiviert. markieren, wodurch sie dann durch andere Immunzellen zerstört werden können. Nun haben Frances Lund, Professorin am Institut für Allergie/ImmunologieImmunologie bezeichnet die Wissenschaft vom Abwehrsystem der Lebewesen gegen fremde Substanzen und Krankheitserreger. und Rheumatologie am University of Rochester Medical Center, und Kollegen eine Reihe bislang unbekannter Funktionen der B-Zellen entdeckt.

Wie Lund und ihr Team zeigen konnten, sind auch die chemischen Botenstoffe wie Interleukin-2 und der Tumornekrosefaktor, die von den B-Zellen produziert werden, für das Immunsystem wichtig, um Mäuse vor den Würmern zu schützen. Außerdem konnten die Forscher zeigen, dass B-Zellen für die Reifung und richtige Funktion von T-Zellen benötigt werden. Damit könnte die Manipulation von B-Zellen die Aktivität und das Überleben von T-Zellen beeinflussen, die Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose verursachen, glauben die Forscher.

"Möglicherweise spielen bei schädlichen Immunreaktionen nur bestimmte B-Zellen eine Rolle. Wenn wir diese Zellen, die die Wurzel des Problems darstellen, eingrenzen können, finden wir möglicherweise neue Ziele für eine bessere Therapie, sagte Lund.

Quelle: Lund F. et al., Immunity, 2009 Feb 26. www.cell.com/immunity/home


Schlagworte / Themen


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu. Mehr erfahren
Okay
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu.
Mehr erfahren
Okay