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Menschliche Stammzellen heilen nervenkranke Mäuse

LONDON (MedCon) – Mit Hilfe menschlicher Stammzellen haben US- Forscher bei Mäusen eine angeborene und tödlich verlaufende Nervenkrankheit erfolgreich behandelt.

Die Wissenschaftler transplantierten die aus Föten gewonnenen Stammzellen in die Nager, woraufhin diese die bei den Tieren fehlende MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird. um die Nervenfasern bildeten. Bei sechs der insgesamt 26 Versuchstiere besserten sich daraufhin die Symptome der Erkrankung, vier Mäuse schienen sogar völlig geheilt, berichten die Forscher im Journal Cell Stem Cell.

Für ihre Versuche setzten die Wissenschaftler um Steven Goldman vom University of Rochester Medical Center Mäuse ein, denen die Myelinscheide fehlt. Diese Schicht umhüllt normalerweise die Nervenfasern und isoliert sie dadurch. Nur so können Nervensignale schnell und störungsfrei von einer Zelle zur nächsten geschickt werden. Das MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. wird im Zentralnervensystem von den so genannten Oligodendrozyten gebildet. Vorläufer dieser Zellen, gewonnen aus menschlichen embryonalen Stammzellen, transplantierten die Wissenschaftler in neugeborene Mäuse.

Die Zellen breiteten sich daraufhin im Gehirn und im Rückenmark aus. Um die Nervenfasern herum bildete sich eine vollständige Myelinscheide aus, elektrische Signale wurden in der Folge mit normaler Geschwindigkeit durch die Nervenfasern übertragen. Die typischen Symptome der Nervenerkrankung wie Zittern, Schwäche in den Gliedmaßen und Wahrnehmungsstörungen besserten sich erheblich. Bei einem Teil der Tiere stieg die Lebensdauer deutlich an, die ohne die Behandlung rund 20 Wochen beträgt.

"Diese Daten zeigen, dass die Transplantation von Vorläufern menschlicher GliazellenDas Zentrale Nervensystem setzt sich aus Neuronen und Glia zusammen. Gliazellen bilden neben den eigentlichen Nervenzellen ein Zellgewebe des Nervensystems, das verschiedene andere wichtige Funktionen ausübt. Folgende Zelltypen werden zu den Gliazellen gezählt: Astrozyten (Transport von Nährstoffen, Stützfunktion), Mikroglia (Entsorgung von Abbauprodukten), Oligodendrozyten (Bildung der Myelinscheide) und Ependymzellen (Auskleidung der Liquorräume). gleich nach der Geburt Krankheiten mit angeborenen und bei der Geburt erworbenen Störungen der Myelinbildung bessern kann", schlussfolgern die Wissenschaftler.

Quelle: Cell Stem Cell. 2008; 2(6): 553 – 55


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