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MS – durch frühes Eingreifen besser behandelbar

KÖLN (Biermann) – Die Magnetresonanztomografie (MRT) zählt zu den wichtigsten Bausteinen bei der MS-Diagnostik. Denn nur mit ihr sei es heute möglich, die Multiple Sklerose bereits im Frühstadium zu erkennen und frühzeitig zu behandeln. So lautete ein Fazit auf dem diesjährigen Kongress deutscher Neuroradiologen (DGNR) in Köln.

"Im Jahr 2010 wurden die DiagnosekriterienAspekte, deren Vorhandensein für eine Diagnose gefordert werden. Derzeit werden für die Diagnosestellung der MS die so genannten McDonald-Kriterien herangezogen. Die Poser-Kriterien aus den 80er Jahren sind mittlerweile nicht mehr gebräuchlich. für MS – die sogenannten McDonald-Kriterien – so verfeinert, dass in bestimmten Fällen die Diagnose nun bereits zu Beginn dieser ersten Symptome und nicht erst nach Auftreten mehrerer SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. gestellt werden kann", erklärte Prof. Arnd Dörfler, Leiter der Abteilung für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Erlangen und Tagungspräsident.

Die frühe Diagnosestellung sei umso wichtiger, als heute eine Vielzahl von medikamentösen Therapieoptionen existiert, die den Verlauf der Multiplen Sklerose günstig beeinflussen. "Dies gelingt umso besser, je frühzeitiger die Therapie beginnt. Deshalb ist es essenziell, die MS in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen", sagte Dörfler.

Und eine Vielzahl Betroffener profitiere von der Möglichkeiten der modernen Bildgebung bereits: Bei mehr als 70 Prozent der Betroffenen seien die für MS typischen Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark im MRT-Bild bereits in einem Stadium erkennbar, in dem nur erste, unspezifische Symptome auftreten, hieß es von Seiten der Experten.

Vom klinisch isolierten zum radiologisch isolierten Syndrom

Doch auch bei völlig symptomlosen Patienten entdecken Ärzte durch den zunehmenden Einsatz der MRT-Diagnostik heute Schäden im Gehirn, die auf eine entzündliche Störung des Zentralnervensystems hinweisen. Experten nennen diese Befunde "radiologisch isoliertes Syndrom".

"Studien weisen darauf hin, dass diese Veränderungen als ein mögliches Vorstadium einer MS einzustufen sind und mit gewisser Wahrscheinlichkeit zeitnah ein erster klinischer Schub zu erwarten ist", erklärte Dörfler weiter. Bei Entdeckung eines radiologisch isolierten Syndroms komme zwar noch keine medikamentöse Therapie in Frage. "Es ist jedoch wichtig, bei Vorliegen eines solchen Befundes Betroffene mit aller gegebenen Umsicht aufzuklären und gemeinsam ein Konzept für weitere klinische und bildgebende Kontrolluntersuchungen zu entwickeln."


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