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MS-Kranke gegen H1N1 impfen

KÖLN (BIERMANN) – MS-Patienten sollten sich gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe, H1N1) impfen lassen. So lautet die aktualisierte Empfehlung des Ärztlichen Beirats der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG).

Die ImpfungErzeugung einer Immunität zur Vorbeugung einer Erkrankung. Bei Impfungen werden aktive und passive Impfungen unterschieden. Bei passiven Impfungen werden lediglich Antikörper injiziert, die gegen den Erreger gerichtet sind und diesen im Falle einer Infektion unschädlich machen. Die aktive Impfung basiert auf der Einbringung einer geringen Menge an abgetöteten Keimen bzw. Erregern in den Körper. Das Immunsystem entwickelt gegen diese Erreger eine Immunantwort. Bei einer Infektion zerstört das derart programmierte Immunsystem den Erreger. gegen die saisonale Grippe wird seit längerem empfohlen, da eine Grippe-Erkrankung mit einem erhöhten Risiko eines MS-Schubs vergesellschaftet ist. Nach jahrelangen Erfahrungen mit der Impfung gegen die allgemeine „saisonale“ Grippe wird das Risiko von Impfreaktionen und schädigenden Effekten derselben als äußerst gering erachtet.

In Analogie hierzu empfiehlt der Ärztliche Beirat (AEB) der DMSG in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO die Impfung gegen das neue Influenzavirus H1N1, obwohl bisher nur in sehr begrenztem Umfang klinische Erfahrungen mit den neuen Impfstoffen vorliegen. Da der AEB ebenso wie die STIKO keine Anhaltspunkte dafür hat, dass zwischen dem Impfstoff mit Adjuvans (Pandemrix) und dem ohne Adjuvans (Celvapan) ein grundsätzlicher Unterschied für Impferfolg und Impfrisiko bei MS-Kranken besteht, kann noch keine vorzugsweise Empfehlung für den einen oder den anderen Impfstoff gegeben werden.

Neben einer Impfung gegen das neue Influenzavirus ist weiterhin die Impfung gegen die saisonale Grippe sinnvoll und zu empfehlen. Vom saisonalen Impfstoff sind bislang 44 Millionen Dosen verabreicht und Sicherheitsdaten in klinischen Studien an über 20.000 Impflingen erhoben worden. Zwischen der Impfung gegen die neue pandemische Influenza (Schweinegrippe) und jener gegen die saisonale Grippe sollte ein zeitlicher Abstand von etwa drei Wochen eingehalten werden.

Der Ärztliche Beirat der DMSG, Bundesverband e.V. wird die weiteren Entwicklungen der Impfung beobachten und in Abstimmung mit den Äußerungen von STIKO und PEI seine eigenen Empfehlungen aktualisieren.

Quelle: DMSG


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