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MS-Schub nach der Geburt

MELBOURNE (Biermann) – Wurden Frauen mit Multipler Sklerose vor Beginn einer Schwangerschaft mit einer immunmodulierenden Therapie behandelt und erreichten sie dadurch eine niedrige jährliche Schubrate, kann sie dies vor einem Schub nach der Geburt ihres Kindes schützen. Das berichten australische Wissenschaftler in der Zeitschrift "Multiple Sclerosis".

In ihre Studie hatten die Wissenschaftler 674 Frauen mit MS eingeschlossen, die insgesamt 893-mal schwanger wurden. In die Analyse flossen die jährliche Schubrate und der EDSSDie EDSS (Expanded Disability Status Scale), auch als Kurtzke-Skalasiehe EDSS bekannt, ist eine Skala zur Erfassung von neurologischen Ausfällen. Dabei werden die Stufen 0-10 unterschieden: Die Stufe 0 entspricht keiner Behinderung. Es werden insbesondere die Gehfähigkeit sowie acht weitere Funktionssysteme bewertet, z.B. bedeutet EDSS 2.0 leichte Behinderung in einem funktionellen System, EDSS 4.0 gehfähig ohne  Hilfe und Ruhepause für mindestens 500m und während 12 Stunden aktiv trotz relativ schwerer Behinderung. EDSS 6.0 bedeutet gehfähig für etwa 100m mit einseitiger oder zeitweiliger Unterstützung (Gehhilfe). Auf Stufe 9 ist der Betroffene hingegen vollständig pflegebedürftig. 10 bedeutet Tod durch MS. Eine detaillierte Übersicht zum EDSS finden Sie auf der Seite der DMSG.-Wert der Teilnehmerinnen in den 24 Monaten vor und nach sowie während der Schwangerschaft ein.

Dabei zeigte sich, dass die durchschnittliche jährliche Schubrate der Teilnehmerinnen vor der Schwangerschaft bei 0,32 lag, während der Schwangerschaft auf 0,13 zurückging und in den ersten drei Monaten nach der Geburt (postpartal) auf 0,61 anstieg. Die mittleren EDSS-Werte blieben unverändert. Im statistischen Modell erwiesen sich die jährliche Schubrate vor Empfängnis und eine immunmodulierende Therapie als stärkste Faktoren, um SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. kurz nach der Geburt vorherzusagen.

"Unsere Ergebnisse stützen den positiven Einfluss einer voranschreitenden Schwangerschaft auf die Schubrate und den Trend zu einem Anstieg der Schubrate kurz nach der Geburt", schreiben die Autoren. Eine niedrige jährliche Schubrate vor der Empfängnis und eine immunmodulierende Therapie könnten allerdings vor einem postpartalen Schub schützen.

Dies seien wichtige Erkenntnisse, auf deren Basis Ärzte das Risiko von Frauen mit MS, die gerne schwanger werden möchten, für einen postpartalen Schub reduzieren könnten, schlussfolgern die Wissenschaftler.



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