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MS und Erkältung: Grippeimpfung – ja oder nein?

ms und erkaeltung - grippeimpfung ja oder nein

Es ist kalt, es ist nass, es ist ungemütlich – und ein jeder weiß: Da ist sie wieder, die Erkältungszeit. Gerade Menschen mit MS sollten nun versuchen, Infektionskrankheiten rechtzeitig vorzubeugen, denn es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Symptome der MS während einer Grippe oder eines grippalen Infekts verschlechtern können. Immer wieder diskutiert wird in diesem Zusammenhang das Pro und Contra einer Grippeimpfung.

Infekte sind lästig – und bergen Risiken

Nach einem sonnig-warmen Altweibersommer steht uns jetzt der Wetterumschwung bevor, eine Bewährungsprobe für jedes ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern.. Doch erkältungsbedingte Infektionen sind für Menschen mit MS nicht immer so harmlos wie für Menschen ohne MS: Insbesondere Erkältungsviren werden schon lange als auslösende Faktoren für eine Verstärkung MS-typischer Immunprozesse angesehen, sodass es durch den Infekt zu einem Schub kommen kann oder zu einer Verschlechterung bereits bestehender MS-Symptome. Doch kann eine Grippeimpfung davor schützen?

Grippaler Infekt ist nicht gleich Grippe

Die meisten Erkältungskrankheiten, die wir uns über die Wintermonate hinweg einfangen, gehören zu der Gruppe der grippalen Infektionen. Grund für den Infekt sind Viren, die sich in der nasskalten Jahreszeit rasch vermehren und sich vorzugsweise per Tröpfchen- oder Schmierinfektion in den Atemwegen ansiedeln und dort Unheil anrichten können. Ein Kratzen im Hals, eine laufende Nase, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sind die Folgen. Doch wenn auch lästig und risikobehaftet, lebensbedrohlich sind diese sich langsam steigernden Symptome nicht.

Anders verhält es sich bei der Grippe. Deren Symptome setzen rasch und heftig ein und sind häufig von hohem Fieber begleitet. Insbesondere ältere Menschen und chronisch kranke Menschen, die an der Grippe erkranken, weisen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe auf.

Wann ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Um die Gefahren durch die Grippe möglichst gering zu halten, empfiehlt das Robert-Koch-Institut insbesondere diesen Menschengruppen, sich jährlich gegen die Grippe impfen zu lassen. Da die Schutzwirkung der Influenzaimpfung jedoch geringer ist als bei vielen anderen empfohlenen Impfungen, bietet die ImpfungErzeugung einer Immunität zur Vorbeugung einer Erkrankung. Bei Impfungen werden aktive und passive Impfungen unterschieden. Bei passiven Impfungen werden lediglich Antikörper injiziert, die gegen den Erreger gerichtet sind und diesen im Falle einer Infektion unschädlich machen. Die aktive Impfung basiert auf der Einbringung einer geringen Menge an abgetöteten Keimen bzw. Erregern in den Körper. Das Immunsystem entwickelt gegen diese Erreger eine Immunantwort. Bei einer Infektion zerstört das derart programmierte Immunsystem den Erreger. keinen 100%igen Schutz gegen die Grippe. Dennoch kann jeder sein persönliches Risiko, an einer Influenza zu erkranken, durch die Impfung erheblich verringern. Zudem verläuft bei Geimpften eine Erkrankung in der Regel auch milder und ohne Komplikationen.

Eine Verschlechterung der Multiplen Sklerose oder die Gefahr einer Schubauslösung müssen MS-Betroffene durch die Influenzaimpfung nicht fürchten: von den modernen Totimpfstoffen geht diesbezüglich keine Gefahr aus – wohl aber von der Grippe selbst. Eine Impfung ist also unter diesen Gesichtspunkten für Menschen mit MS uneingeschränkt zu empfehlen. Während eines akuten Schubes oder einer starken immunsuppressiven Therapie sollte allerdings auf das Impfen verzichtet werden. Bester Zeitpunkt für die Impfung ist in der Zeit von September bis November.

Grippeimpfung immunisiert nicht gegen grippale Infekte

Immun gegen erkältungsbedingten Husten, Schnupfen und Fieber ist man allerdings durch die Influenzaimpfung noch nicht. Hier müssen andere Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Wer sich vor Grippe und grippalen Infekten bestmöglich schützen möchte, sollte konsequent und frühzeitig an einem Lebensstil arbeiten, der das körpereigene Immunsystem stärkt:

 

  • Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft – das aktiviert die Abwehrkräfte und fördert die Durchblutung. 

  • Ernähren Sie sich fettarm, essen Sie täglich 400 g Gemüse sowie 250 g Obst und verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin. 

  • Stress, Hektik, Termindruck und Schlafmangel können die Abwehrkräfte erheblich schwächen – achten Sie deshalb auf ausreichend Schlaf und gezielte Erholungsphasen während des Tages. Bewährte Entspannungstechniken sind beispielsweise YogaDer indischen Entspannungstechnik liegt der enge Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele zugrunde. Bestimmte Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen verbessern das Körperbewusstsein sowie die Wahrnehmung innerer Prozesse. Yoga soll bei regelmäßiger Anwendung stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken. Yoga fördert zudem die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für innere Ausgeglichenheit. oder Qigong (mehr dazu: www.aktiv-mit-ms.de/ms-leben/ms-psyche/detail/artikel/die-innere-ruhe-finden/). 

  • Waschen Sie sich regelmäßig mindestens dreißig Sekunden lang mit Flüssigseife die Hände, besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder wenn Sie nach Hause kommen. Vergessen Sie dabei den Daumen und die Zwischenräume nicht und versuchen Sie die Hände möglichst vom Gesicht fernzuhalten, denn die Hände kommen den ganzen Tag über mit Gegenständen und Menschen in Berührung – und deshalb auch mit Viren. 

 

 


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