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Neue Form der Zusammenarbeit von Gliazellen

HANNOVER (Biermann) – Bei der Erforschung von Vorgängen bei der RemyelinisierungWiederaufbau von Myelin um das Axon bzw. um die Nerven. von Nervenzellen haben Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover eine neue Form der Zusammenarbeit von GliazellenDas Zentrale Nervensystem setzt sich aus Neuronen und Glia zusammen. Gliazellen bilden neben den eigentlichen Nervenzellen ein Zellgewebe des Nervensystems, das verschiedene andere wichtige Funktionen ausübt. Folgende Zelltypen werden zu den Gliazellen gezählt: Astrozyten (Transport von Nährstoffen, Stützfunktion), Mikroglia (Entsorgung von Abbauprodukten), OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden. (Bildung der MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird.) und Ependymzellen (Auskleidung der Liquorräume). entdeckt. Als Gliazellen gelten alle Zellen im Nervengewebe, die keine Nervenzellen sind. Sie bilden unter anderem ein Stützgerüst für die Neuronen und sind maßgeblich am Stoff- und Flüssigkeitstransport im Gehirn beteiligt.

Wie die Forscher nun herausfanden, müssen Mikrogliazellen, die Abwehrzellen des Gehirns, erst durch andere Gliazellen, die sogenannten AstrozytenAstrozyten sind sternförmige Zellen des zentralen Nervensystems, die für den Transport von Nährstoffen und Abbauprodukten zwischen den Neuronen und dem Blut zuständig sind und eine generelle strukturgebende Stützfunktion haben. Außerdem sind sie entscheidend an der Bildung der Blut-Hirn-SchrankeDie Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Barriere zwischen dem Blutgefäßsystem und dem Zentralen Nervensystem durch die der Stoffaustausch kontrolliert wird. Diese "Schranke" soll das Gehirn vor toxischen (giftigen) Substanzen schützen. Der wesentliche Bestandteil dieser Schranke oder Barriere sind Endothelzellen, die die kapillaren Blutgefäße im Gehirn auskleiden. beteiligt., aktiviert werden, damit sie Fremdkörper und Fragmente geschädigter Zellen beseitigen können. Bislang ist die Forschung eher von einem umgekehrten Mechanismus ausgegangen.

In Tierversuchen mit Mäusen hatten die Wissenschaftler das MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von Oligodendrozyten, im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet., das die AxonAxone sind Fortsätze von Nervenzellen. Sie stellen die Verbindung zwischen den Nervenzellen und den ihnen nachgeschalteten Erfolgszellen, z.B. Muskelzellen, her und dienen der Kommunikation im Nervensystem. Axone werden von Hüllzellen umgeben. Diese bilden Myelin und überziehen die Axone mit einer weißlichen Myelinscheide (Markscheide). Die Myelinscheide schützt die Axone und beschleunigt die Leitung der Nervenimpulse. von Nervenzellen schützend umhüllt, mit einem Gift angegriffen. Im Normalfall wird das geschädigte Myelin schnellstmöglich von Mikrogliazellen entfernt, damit die Oligodendrozyten wieder rasch eine neue Myelinschicht bilden können.

Unterbanden die Forscher jedoch die normale Funktion der Astrozyten, blieb das geschädigte Myelin dann an den Axonen liegen und verhinderte so, dass sich eine neue Myelinschicht bilden konnte. "Die Astrozyten aktivieren die Mikroglia. Sind sie ausgeschaltet, kommt es letztendlich nicht mehr zu einer Regeneration der Isolationsschicht der Nervenzellen", erklärte Prof. Martin Stangel von der Klinik für Neurologie.

In einem weiteren Schritt wollen die Forscher nun klären, welche molekularen Faktoren zur Remyelinisierung führen.


Quelle: MHH, 14. Februar 2013




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