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Neue Gehirnzellen wachsen lassen

ERLANGEN (Biermann) – Wissenschaftlern der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Mainz und München ist es gelungen, die Vermehrung von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden. zu stimulieren. Diese Zellen, die für die Bildung der Myelinschicht verantwortlich sind, sterben bei der Multiplen Sklerose ab, was zu den Funktionsstörungen der Nervenzellen führt.

Die Forschergruppe hatte zuvor ein Signalmolekül identifiziert, das im Modell die Vermehrung der Oligodendrozyten im Gehirn stimuliert. Wird dieser Übertragungsweg blockiert, entwickeln sich keine neuen MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von Oligodendrozyten, im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. bildenden Zellen mehr im Gehirn. 

Prinzipiell gilt, dass sich das Gehirn von Erwachsenen nur in einem sehr geringen Umfang regenerieren kann. Die Ausnahme hiervon bilden einige Regionen, in denen die dort ansässigen Stammzellen neue Gehirnzellen hervorbringen: zum einen Nervenzellen, die für die Informationsweitergabe zuständig sind, und zum anderen GliazellenDas Zentrale Nervensystem setzt sich aus Neuronen und Glia zusammen. Gliazellen bilden neben den eigentlichen Nervenzellen ein Zellgewebe des Nervensystems, das verschiedene andere wichtige Funktionen ausübt. Folgende Zelltypen werden zu den Gliazellen gezählt: Astrozyten (Transport von Nährstoffen, Stützfunktion), Mikroglia (Entsorgung von Abbauprodukten), Oligodendrozyten (Bildung der MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird.) und Ependymzellen (Auskleidung der Liquorräume)., die ganz unterschiedliche Aufgaben im Gehirn übernehmen. Ein Beispiel hierfür sind die Oligodendrozyten, die für die Bildung von Myelinscheiden verantwortlich sind.

Die Wissenschaftler hoffen nun, auf Basis dieser Erkenntnisse bei neurologischen Krankheiten wie der Multiplen Sklerose die abgestorbenen Oligodendrozyten durch neu gebildete Zellen ersetzen zu können. 

Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 8. Mai 2013; Nature Cell Biology, 5. Mai 2013; doi:10.1038/ncb2736 




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