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Omega-3-Fettsäuren aus Fisch senken Demyelinisierungsrisiko

CANBERRA (Biermann) – Ob die Aufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren und Vitamine das Risiko für eine Multiple Sklerose (MS) oder den Verlauf einer MS beeinflussen können, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Nun haben australische Wissenschaftler nachgewiesen, dass die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren das Risiko für eine erste klinische Diagnose einer ZNSZentralnervensystem-DemyelinisierungUnter Demyelinisierung versteht man die Schädigung sowie den Verlust von MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNS, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. (= Substanz, die Axone und Nervenzellkörper schützt und isoliert). tatsächlich zu senken scheint.

Dazu hatten die Forscher um Samuel Hoare vom Nationalen Zentrum für Epidemiologie und Volksgesundheit in Canberra zwischen 2003 und 2006 267 Personen mit einer klinischen Diagnose einer ZNS-Demyelinisierung und 517 Kontrollpersonen nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Aus den Angaben errechneten die Forscher die aufgenommenen Mengen an Fett insgesamt, an einfach ungesättigten (MUFA), mehrfach ungesättigten (PUFA) sowie an Omgega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Die Studienteilnehmer waren zwischen 18 und 57 Jahre alt.

Die Gegenüberstellung von Ernährungsangaben und klinischen Daten der Studienteilnehmer ergab, dass die Aufnahme höherer Mengen an Omega-3-PUFA mit einem um 39 Prozent geringeren Risiko für eine klinische Diagnose einer ZNS-Demyelinisierung einherging. Dabei erwiesen sich Fettsäuren aus Fisch (-46 %) als wirksamer als pflanzliche Omega-3-PUFA (-25 %). Andere Fettarten sowie die Gesamtmenge des pro Tag aufgenommenen Fettes schienen keinen Einfluss auf das Demyelinisierungsrisiko zu haben.

„Die Aufnahme höherer Mengen mehrfach ungesättigter Omega-3-Fettsäuren, speziell solcher aus Fisch, senkt das Risiko einer ersten klinischen Diagnose einer ZNS-Demyelinisierung signifikant“, resümieren die Autoren abschließend.



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