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Positives Denken: Tipps für mehr Lebensqualität

Positives Denken? Leichter gesagt als getan, wenn man mit einer Diagnose wie Multiple Sklerose leben muss. Mittlerweile weiß man zwar, dass MS in den allermeisten Fällen nicht tödlich ist und die Lebenserwartung nahezu durchschnittlich. Außerdem ist es dank des medizinischen Fortschritts heute in den meisten Fällen möglich, lange einen hohen Standard an Lebensqualität zu erhalten. Einige Aspekte der Krankheit machen es den Betroffenen jedoch oft schwer optimistisch zu sein. Trotz immer besserer Therapien, ist MS immer noch unheilbar. Die vielfältige Symptomatik der Erkrankung, wie beispielsweise Lähmungen oder Sehstörungen, löst bei MS-Patienten oft Ängste aus, was die eigene Zukunft anbelangt. Man muss mit der Ungewissheit über den individuellen Verlauf der MS leben lernen, was häufig schwer fällt.

Wie kann man trotz MS eine positive Lebensanschauung behalten oder neu entwickeln? Positives Denken hat vielleicht keinen direkt messbaren Einfluss auf die Erkrankung, doch das eigene Selbstbild und Selbstwertgefühl können durchaus positiv beeinflusst werden. Zudem kann sich positives Denken auf den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken, denn es…

  • mindert negativen Stress,

  • kann als Schutzschild gegen Erkältungen oder andere Infektionserkrankungen wirken,

  • verbessert die Fähigkeit, Krisen zu meistern.


Ärzte wie auch MS-Schwestern können durch ihr Fachwissen helfen, mit der Ungewissheit über den Verlauf und der Symptomatik von MS umzugehen. Freunde und Familie sind wichtig, wenn es um den emotionalen Rückhalt geht. Vielen hilft auch der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen oder Internetforen. Man kann jedoch auch einiges an der eigenen Denkweise verändern.

Das Glas ist nicht halb leer, sondern halb voll!

Diese Phrase ist tatsächlich schon etwas abgedroschen, bringt es jedoch auf den Punkt: Die eigene Sicht auf die Dinge ist entscheidend. Unser Denken wird leider oft vom Negativen bestimmt. Meist handelt es sich um bereits in der Kindheit erworbene Denkweisen. Jeder kennt Redewendungen wie: "Iss nicht so viel, du wirst zu dick", "Wenn du nicht mehr lernst, wirst du nichts", "Sitz gerade, sonst kriegst du einen Buckel".


Mit der Erkrankung an sich müssen MS-Betroffene natürlich leben lernen. Doch ihr Wohlbefinden sowie ihre Lebensqualität können sie durch positives Denken entscheidend beeinflussen.

Tipps für mehr Optimismus

  • Bemühen Sie sich, die positiven Seiten von Situationen zu betonen. Es geht nicht darum, sich die Situation schön zu reden oder alles mit einer rosaroten Brille zu sehen. Formulieren Sie Ihre eigenen Merksätze. Wenn Sie eine Langzeittherapie machen, könnten Sie sich z. B. sagen: "Ich mache aktiv etwas gegen die Krankheit!"

  • Streichen Sie "nie" oder "nicht" so gut es geht aus Ihrem Denken. Wenn Sie bspw. ein Museum besuchen möchten, denken Sie nicht: "Ich schaffe es nie, das ganze Museum zu sehen, weil ich zu müde bin", sondern: "Mal sehen wie weit ich komme!"

  • Setzen Sie sich erreichbare Ziele und belohnen Sie sich in Gedanken auch für die kleinsten Errungenschaften – "Klasse, was ich heute geschafft habe!"

  • Messen oder vergleichen Sie sich nicht mit Anderen.

  • Wenn es in Ihrem Umfeld Menschen gibt, die dafür sorgen, dass sie sich schlecht fühlen, meiden Sie diese.

  • Konzentrieren Sie sich auf sich selbst und nicht ausschließlich auf die Zuwendung anderer.

  • Akzeptieren Sie sich und Ihre Grenzen. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie mal nicht aufgeräumt haben und einfach mal nur gemütlich faulenzen.

  • Verbannen Sie Selbstvorwürfe. Sagen Sie sich immer wieder, dass Sie auch mit MS ein wertvoller Mensch, eine gute Mutter, Ehefrau, Freundin, ein toller Vater, Ehemann oder Freund sind.

 

FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus. als Feind des Positiven

Insbesondere ein Symptom der MS verhindert häufig positives Denken: Fatigue oder auch verstärkte psychophysische Ermüdbarkeit. Die als lähmend empfundene Müdigkeit schränkt nicht nur körperlich ein, sondern blockiert auch positive Gedanken. Nicht selten entsteht ein Teufelskreis, in dem verminderte Aktivität das seelische Wohlbefinden beeinflusst, was dann die körperlichen Symptome wiederum verstärkt. Nicht selten kann dies in einer Depression enden. Medikamente gegen Fatigue und Depressionen können zwar Abhilfe schaffen, man sollte jedoch zunächst versuchen dem vorzubeugen. Vielleicht hilft es Ihnen, sich einige für Sie passende Merksätze auf Karteikarten zu schreiben. Diese können als eine Art Frühwarnsystem fungieren. Reagieren Sie mit negativen Empfindungen auf einen Satz, wie "Ich bin wertvoll", sollten Sie achtsam werden.


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Quellen:

Optimism. Positive thinking may improve your health. Mayo Clin Womens Healthsource. 2001; 5: 7.
www.mayoclinic.com/health/positive-thinking/SR00009
www.dr-mueck.de/HM_Depression/HM_Depression_positiv_denken.htm


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