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Reizstrom verbessert die Berührungsempfindlichkeit der Hände

LEVANGER (BIERMANN) – Taubheitsgefühle und SensibilitätsstörungenEmpfindungsstörungen sind häufige Symptome der Multiplen Sklerose. Eine Reizstromtherapie kann das Feingefühl der Hände von Patienten mit Multipler Sklerose jedoch nachhaltig verbessern, wie norwegische Wissenschaftler in der Zeitschrift Neurorehabilitation and neural repair berichten.

Wie Koenraad Cuypers vom Nord-Trøndelag University College in Levanger und Kollegen schreiben, ist die sogenannte Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ein gängiges Verfahren zur Behandlung von Schmerzen und Spastizität. Sie hatten nun untersucht, ob der Reizstrom auch die Sensibilität der Hände von MS-Patienten verbessern kann.

Dazu verabreichten sie den Studienteilnehmern über drei Wochen täglich eine Stunde TENS am Mittelnerv der dominanten Hand. Der sogenannte Medianusnerv ist teilweise für die Beugung der Finger und für die nervale Versorgung der Daumenballenmuskulatur verantwortlich. Außerdem wird die Berührungsempfindlichkeit der Daumen-, Zeige- und Mittelfingerkuppen auf der Rückhand und fast der gesamten Hohlhand (außer dem Kleinfinger, der Hälfte vom Ringfinger und der Außenseite des Daumens) durch diesen Nerv gesichert. Die Sensibilität der stimulierten Hand testeten sie zwölf Stunden vor und nach der letzten Behandlung sowie drei Wochen später.

Dabei zeigte sich, dass die wiederholte Reizstromtherapie an den sensorischen Nervenbahnen ins Gehirn das taktile Feingefühl von MS-Patienten, nicht jedoch von gesunden Kontrollpersonen verbessern konnte. Dabei war die Verbesserung der Sensibilität nicht nur auf die vom Medianusnerv kontrollierte Region beschränkt, sondern breitete sich auch auf den Bereich des Ulnarisnervs aus, der das Gefühl für die Ellenseite des vierten Fingers und den gesamten fünften Finger sowie für den ellenseitigen Handballen und Handrücken vermittelt.

Direkt nach der Therapie erreichten MS-Patienten sogar die gleiche Sensibilität wie gesunde Studienteilnehmer, die langfristigen Auswirkungen der Behandlung erstreckten sich über drei Wochen.

Quelle: Cuypers K. et al.: Neurorehabil Neural Repair. 2010 Jan 6. [Epub ahead of print]. nnr.sagepub.com

 

 


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