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Rhythmisch stimulierte Bewegungsvorstellung bessert Gang und Fatigue bei MS

rhythmisch stimulierte bewegungsvorstellung bessert gang und fatigue bei ms
In einer Studie fanden österreichische Wissenschaftler heraus, dass Menschen mit MS davon profitieren können, wenn sie sich Bewegungen vorstellen. Wird diese Vorstellung zusätzlich durch Musik begleitet, kann sich beispielsweise die Gehgeschwindigkeit und –strecke steigern.

INNSBRUCK (Biermann) – Bewegungsvorstellung und rhythmisch auditive Stimulation sind etablierte physiotherapeutische Strategien in der Gangrehabilitation, beispielsweise nach Schlaganfall. Nun haben österreichische Wissenschaftler nachgewiesen, dass auch Menschen mit Multipler Sklerose (MS) von der Bewegungsvorstellung mit Musik als rhythmischem Stimulus profitieren.

Die Wissenschaftler hatten 101 Studienteilnehmer mit MS und einem Behinderungsgrad (EDSSDie EDSS (Expanded Disability Status Scale), auch als Kurtzke-Skalasiehe EDSS bekannt, ist eine Skala zur Erfassung von neurologischen Ausfällen. Dabei werden die Stufen 0-10 unterschieden: Die Stufe 0 entspricht keiner Behinderung. Es werden insbesondere die Gehfähigkeit sowie acht weitere Funktionssysteme bewertet, z.B. bedeutet EDSS 2.0 leichte Behinderung in einem funktionellen System, EDSS 4.0 gehfähig ohne  Hilfe und Ruhepause für mindestens 500m und während 12 Stunden aktiv trotz relativ schwerer Behinderung. EDSS 6.0 bedeutet gehfähig für etwa 100m mit einseitiger oder zeitweiliger Unterstützung (Gehhilfe). Auf Stufe 9 ist der Betroffene hingegen vollständig pflegebedürftig. 10 bedeutet Tod durch MS. Eine detaillierte Übersicht zum EDSS finden Sie auf der Seite der DMSG.) von 1,5 bis 4,5 in drei Gruppen eingeteilt: In zwei Interventionsgruppen absolvierten die Teilnehmer jeweils 17 Minuten Bewegungsvorstellung, sechsmal pro Woche über vier Wochen hinweg entweder mit Musik (A) oder einem Metronom (B) und verbalen Stimuli (A + B) als Taktgeber. Eine dritte Gruppe diente als Kontrolle (C). Zielparameter der Untersuchung waren die Gehgeschwindigkeit und -strecke sowie die eigene Gangwahrnehmung, die FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus. und die Lebensqualität der Studienteilnehmer.

Nach Abschluss der Übungsphase hatte sich bei Teilnehmern beider Interventionsgruppen (A + B) die Gehgeschwindigkeit, die Gehstrecke und die eigene Gangwahrnehmung im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verbessert. Darüber hinaus berichteten Teilnehmer der Gruppen A und B über eine deutliche Verbesserung ihrer kognitiven Fatigue (nicht aber der psychosozialen Fatigue), in der musikbasierten Gruppe gaben die Studienteilnehmer außerdem eine Besserung ihrer körperlichen Fatigue zu Protokoll. In beiden Interventionsgruppen berichteten die Betroffenen von einer Zunahme ihrer Lebensqualität durch das mentale Training, wobei die über Musik stimulierte Bewegungsvorstellung bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität deutlich bessere Ergebnisse erzielte.

„Die rhythmisch stimulierte Bewegungsvorstellung verbessert den Gang, die Lebensqualität und die Fatigue von Menschen mit MS, wobei Musik als Stimulus effektiver zu sein scheint als andere Taktgeber“, schlussfolgert Barbara Seebacher, Hauptautorin der Studie.



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