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Sanfter Reset

MÜNSTER (MedCon) – Forscher des Max-Planck-Instituts (MPI) für molekulare Biomedizin in Münster haben einen wichtigen Fortschritt auf dem Weg zu patienteneigenen Stammzellen erzielt.

Dem Team ist es gelungen, Zellen erwachsener Mäuse nicht nur schonender, sondern auch sicherer als bisher in ihren embryonalen Urzustand zurückzuversetzen: Statt des sonst üblichen "Cocktails" aus vier Genen benötigten die Forscher dazu lediglich zwei. Wie die Wissenschaftler berichten, konnten sie bei dieser Reprogrammierung auch den Einsatz von Viren deutlich reduzieren. Die Viren dienen als Träger der eingeschleusten Gene.

Vieles spricht nach Ansicht der Forscher sogar dafür, dass es möglich ist, künftig ganz ohne die heiklen "Genfähren" auszukommen. Damit wäre eines der größten Risiken künftiger Stammzelltherapien – eine Entgleisung injizierter Zellen zu Tumoren – gebannt.

"Dass wir jetzt nur noch zwei Faktoren brauchen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Schöler. Ziel sei es letztlich, Verfahren zu finden, mit denen sich Körperzellen ganz ohne Viren zu Stammzellen umprogrammieren lassen. "Nur so wird es gelingen, mit Hilfe von Stammzellen Therapien für bislang unheilbare Krankheiten zu entwickeln, die nicht nur effektiv, sondern auch sicher genug sind, um sie irgendwann beim Menschen anwenden zu können." Denn die eingeschleusten Viren bleiben für immer im Erbgut – und können jederzeit aktiv werden und zum Beispiel Krebsgene aktivieren.

Deshalb suchen die Forscher auch nach Wirkstoffen, die die Reprogrammierung anstelle von Viren anschieben können. Denn anders als beim Einschleusen von Genen lässt sich die Dauer und Stärke der Wirkung kleiner Moleküle viel genauer steuern: Sobald die Zellen erst einmal reprogrammiert sind, kann in ihnen das normale Entwicklungsprogramm ablaufen.

Quelle:
Max-Planck-Gesellschaft, Pressemitteilung vom 27. Juni 2008


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