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Schmerzprofile sollen Therapie verbessern

BOCHUM (BIERMANN) - Ein neues Testverfahren, das mit einfachen Mitteln in der Praxis durchzuführen ist, könnte eine gezielte Therapie bei Nervenschmerzen ermöglichen. Es besteht aus 13 Einzeltests, mit denen sowohl die Wahrnehmungs- als auch die Schmerzschwellen für Kälte, Wärme und verschiedene mechanische Reize gemessen werden können.

Rund 500.000 Menschen in Deutschland leiden unter Nervenschmerzen, dem sogenannten neuropathischen Schmerz. Er entsteht häufig – so auch bei Multipler Sklerose – durch Schädigungen an den Nervenzellen. Bislang kann nur jedem dritten Betroffenen ausreichend geholfen werden.

Das soll die Quantitative Sensorische Testung (QST) ändern. Mit ihr wird ein Schmerzprofil erstellt, dass die Beschwerden der Patienten genau wiedergibt. „Charakteristisch für Patienten mit neuropathischen Schmerzen sind QST-Profile, in denen es im Temperatur- oder Berührungsempfinden entweder Sensibilitätsverluste oder -steigerungen gibt, wobei es verschiedene Kombinationen geben kann“, erklärt Professor Christoph Maier, Leiter der Schmerzambulanz im Klinikum Bergmannsheil der Ruhr-Universität Bochum.

Als Vergleichsprofile dienen die Messungen an Gesicht, Händen und Füßen von 180 gesunden Probanden. Ihre Daten werden gemeinsam mit den Aufzeichnungen zu mittlerweile 4000 Patienten in einer zentralen Datenbank in Bochum verwaltet. Aus dem Profil lässt sich auf die Schädigungen in den Nervenbahnen zurückschließen, wodurch sich die Betroffenen einzelnen Untergruppen zuordnen lassen.

Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler für diese Untergruppen die entsprechende Behandlung zusammenstellen. Um verlässliche Grundlagen für solche Therapieempfehlungen zu gewinnen, haben sich die deutschen Forscher mit Spezialisten in ganz Europa zusammengeschlossen.

 

Quelle: Mitteilung der Ruhr Universität Bochum vom 27. Juli 2010


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