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Schützt ein Tuberkulose-Impfstoff vor MS?

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MINNEAPOLIS (Biermann) – Ein Tuberkulose-Impfstoff könnte bei Personen, die Symptome eines klinisch isolierten Syndroms (CIS) zeigen, möglicherweise den Ausbruch einer Multiplen Sklerose (MS) verhindern. Dies geht aus einem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift Neurology hervor.

An der Studie italienischer Wissenschaftler hatten 73 Personen mit CIS teilgenommen, von denen im Rahmen der Studie 33 eine Injektion mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff gegen Tuberkulose (Bacille Calmette-Guérin) erhalten hatten. Die restlichen Teilnehmer hatten eine Placebo-Injektion erhalten.

Für sechs Monate unterzogen sich die Teilnehmer monatlich einem Gehirnscan. Im Anschluss erhielten alle Teilnehmer über ein Jahr eine immunmodulierende Therapie mit Interferon beta-1a, danach entschieden ihre Neurologen über die weitere Medikation. Fünf Jahre nach Beginn der Studie wurden die Teilnehmer auf das Vorliegen einer klinisch eindeutigen MS untersucht.

Bei den bildgebenden Untersuchungen nach sechs Monaten zeigten Teilnehmer, die die ImpfungErzeugung einer Immunität zur Vorbeugung einer Erkrankung. Bei Impfungen werden aktive und passive Impfungen unterschieden. Bei passiven Impfungen werden lediglich Antikörper injiziert, die gegen den Erreger gerichtet sind und diesen im Falle einer Infektion unschädlich machen. Die aktive Impfung basiert auf der Einbringung einer geringen Menge an abgetöteten Keimen bzw. Erregern in den Körper. Das Immunsystem entwickelt gegen diese Erreger eine Immunantwort. Bei einer Infektion zerstört das derart programmierte Immunsystem den Erreger. erhalten hatten, durchschnittlich weniger Gehirnläsionen (3) als die ungeimpften (7). Am Ende der Studie hatten 42 Prozent der Teilnehmer mit Impfung eine MS entwickelt, während es in der Vergleichsgruppe 70 Prozent waren.

Die Studienergebnisse unterstützen nach Ansicht der Forscher die sogenannte Hygienehypothese, der zufolge die bessere Hygiene sowie der Einsatz von Antibiotika und Desinfektionsmitteln die in Nordamerika und weiten Teilen Europas im Vergleich zu Afrika, Südamerika und Teile Asiens höheren MS-Zahlen erklären könnte.

"Diese Ergebnisse sind vielversprechend, allerdings müssen wir die Sicherheit und die Langzeiteffekte des Lebendimpfstoffes noch weiter erforschen", sagte Dr. Giovanni Ristori von der Sapienza-Universität in Rom. Ärzte sollten nun auf keinen Fall zur Impfung greifen, um eine MS oder ein CIS zu behandeln, warnte der Wissenschaftler.



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