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Schutzfunktion von regulatorischen T-Zellen nur mit speziellem Rezeptor möglich

MÜNCHEN (Biermann) - Regulatorische T-Zellen, so genannte Tregs, schützen den Körper vor überschießenden Immunreaktionen und Angriffen gegen körpereigenes Gewebe. Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben nun entdeckt, dass ein spezieller Rezeptor auf der Oberfläche der Tregs für die schützende Wirkung dringend notwendig ist.

T-Zellen sind wichtige Zellen des ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern., die Erreger bekämpfen und die Immunantworten des Körpers steuern. Jede T-Zelle trägt ihren eigenen speziellen T-Zell- Rezeptor (TZR) auf der Zelloberfläche, der jeweils nur ganz bestimmte Substanzen erkennt.

Manche T-Zellen würden aufgrund ihrer genetischen Ausstattung durch ihren TZR körpereigene Zellen erkennen und bekämpfen. Zum Schutz des Körpers werden die meisten dieser so genannten autoreaktiven Zellen im Laufe ihrer Entwicklung aussortiert und zerstört.

Eine Minderheit der autoreaktiven T-Zellen entwickelt sich jedoch zu Tregs. Es ist bekannt, dass sie ihren TZR, der körpereigene Stoffe erkennt, für ihre Entwicklung brauchen - doch wofür brauchen sie ihn danach?

Diese Frage hat nun Prof. Marc Schmidt-Supprian vom TUM-Klinikum rechts der Isar hat mit seinem Team untersucht. Gemeinsam mit weiteren Forschungsgruppen aus Deutschland, Kroatien und Japan inaktivierten sie hierfür zu einem bestimmten Zeitpunkt den T-Zell- Rezeptor auf reifen Tregs in genetisch veränderten Mäusen. Dann verfolgten sie das weitere Schicksal der TZR-losen Zellen.

Ihre Experimente zeigten deutlich: Ohne den T-Zell Rezeptor konnten die defekten Tregs ihre Aufgaben als Aufpasser des Immunsystems nicht mehr erfüllen. Darüber hinaus schrumpfte die Zahl der Tregs stark, weil sich die Zellen nicht mehr vermehren konnten.

„Die Tregs brauchen offensichtlich ständig Kontakt zu ihrer Umgebung, um korrekt zu funktionieren. Vermutlich besitzen sie deshalb einen Rezeptor, der körpereigene Stoffe erkennt und somit permanent Signale liefert“, erklärte Christoph Vahl, Erstautor der Studie.


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