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So bleiben Sie auch ohne Auto mobil

Mobil und unabhängig zu sein ist auch für Menschen mit Multiple Sklerose wichtig für eine hohe Lebensqualität. MS-Symptome können jedoch die Mobilität einschränken, gerade wenn Betroffene auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.

Im Folgenden finden Sie Tipps, was Sie im öffentlichen Nahverkehr und beim Radfahren beachten sollten, um mobil zu bleiben und Unfälle zu vermeiden.

Radfahren: Gesundheitstraining im Alltag mit MS

Radfahren ist nicht nur eine der beliebtesten Freizeitsportarten. Der Drahtesel ist auch ein sehr praktisches Fortbewegungsmittel: einfach aufsteigen und losfahren, keine lästige Parkplatzsuche und keine Kosten für Benzin und teure Autoreparaturen.

Aber es gibt noch weitere Argumente für das Radfahren, vor allem wenn man sich mit einer Erkrankung wie Multiple Sklerose arrangieren muss. MS-Betroffene profitieren von dem positiven Effekt, den Radfahren auf ihren gesundheitlichen Zustand haben kann. Radfahren verbessert die Ausdauer und Koordination. Das Fahrrad ist ein echtes Fitnessgerät: Herz und Kreislauf werden trainiert und der Stoffwechsel aktiviert. Muskeln und Gelenke kräftigt das Radfahren sehr schonend, weil der Sattel ungefähr 70–80 Prozent des Körpergewichts auffängt.

Neben der Beinmuskulatur beansprucht das Radfahren bei der richtigen Sitzhaltung auch die Rücken- und Bauchmuskulatur, was den Rumpf stärkt und stützt sowie die Wirbelsäule entlastet. Dieser Muskelaufbau kommt MS-Betroffenen zugute, wenn die Beweglichkeit durch einen Schub eingeschränkt wird. Und zu guter Letzt sollte man nicht vergessen, dass die Kombination von frischer Luft und Bewegung die Stimmung aufhellt und das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. stärkt! Kurzum: Radfahren ist die ideale "Medizin" für alle MS-Betroffenen.


Worauf MS-Betroffene beim Radfahren achten sollten:

  • Überschätzen Sie sich nicht, fahren Sie in einem Tempo, bei dem Sie sich wohlfühlen und das Ihnen gut tut! Sie haben nichts davon, wenn Sie früher, aber völlig ausgepowert an Ihrem Ziel ankommen. Außerdem kann Überanstrengung Ihre Konzentration beeinträchtigen, die Sie auch beim Radfahren benötigen.

  • Legen Sie Ihre Route so, dass möglichst wenig Hügel und unebene Wege zu bewältigen sind, bzw. steigern Sie den Schwierigkeitsgrad der zu fahrenden Strecken langsam.

  • Tragen Sie stets einen Helm.

  • Ein Fahrrad mit vielen Gängen ist von Vorteil: Sie können damit sowohl auf die Gegebenheiten Ihrer Strecke als auch auf eventuelle Formschwankungen bezüglich Kraft und Ausdauer reagieren.

  • Vorsicht vor Erkältungen. Nehmen Sie zum Radfahren stets Kleidung zum Wechseln mit, um verschwitzte Sachen austauschen zu können. Dies gilt auch für Fahrten bei regnerischem Wetter!

  • Bei regennassen Straßen ist für jeden Radfahrer die Sturzgefahr erhöht. Überlegen Sie bei schlechtem Wetter, ob Sie tatsächlich aufs Rad steigen, um so einen eventuellen Sturz mit all seinen unangenehmen Folgen zu vermeiden!

  • Tragen Sie beim Radfahren festes Schuhwerk, um mehr Halt auf den Pedalen zuhaben.

  • Nehmen Sie beim Radfahren immer etwas zu trinken mit.

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrrad immer in einem einwandfreien technischen Zustand ist. Dies gilt insbesondere für die Bremsen.

Öffentliche Verkehrsmittel für MS-Betroffene nur bedingt zu empfehlen

Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel hat viele hinreichend bekannte Vorteile: Man kann sich entspannt setzen und chauffieren lassen. Für MS-Betroffene, die im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit den Merkzeichen "gehbehindert" oder "außergewöhnlich gehbehindert" sind, gibt es Preisnachlässe für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Mit einem solchen Ausweis haben Sie außerdem Anrecht auf einen Sitzplatz. Für die Anerkennung dieser Merkzeichen ist nicht die Diagnose Multiple Sklerose, sondern die tatsächlich bestehende Behinderung ausschlaggebend.

Unterwegs mit Bus und Bahn

Oft ist die Nutzung von Bus und Bahn für Menschen mit Multiple Sklerose, die aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen nicht so gut zu Fuß sind, leider mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Kleine und große Barrieren, die von anderen vielleicht gar nicht als solche wahrgenommen werden, können eine Fahrt für MS-Betroffene beschwerlich oder manches Mal sogar unmöglich machen. Viele Busse und Bahnen haben zum Beispiel sehr hohe und steile Treppen am Ein- und Ausgang. Der Ein- und Ausstieg gerät dadurch mitunter schon bei leichten Gleichgewichtsstörungen oder Lähmungen zu einem wahren Balance- bzw. Kraftakt.

Manche Bahnen sind darüber hinaus nicht klimatisiert. Sie verwandeln sich im Sommer zu einer Sauna und bergen in nasskalten Zeiten ein erhöhtes Erkältungsrisiko. In den typischen Infektionszeiten, wie Herbst bis Frühjahr, sollten Multiple Sklerose Betroffene öffentliche Verkehrsmittel möglichst meiden, da in überfüllten Bussen und Bahnen eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht.


Worauf MS-Betroffene bei der Nutzung von Bus und Bahn achten sollten:

  • Planen Sie Ihre Route gut! Sowohl der Weg zur Haltestelle als auch eventuelles Umsteigen und der Gehweg zum Ziel sollten bedacht werden.

  • Überlegen Sie, ob Ihnen der Fahrplan entgegenkommt. Manche Linien verkehren nur in großen zeitlichen Abständen und nur bis zu einer gewissen Uhrzeit. Berücksichtigen Sie diese eingeschränkte Flexibilität vor allem dann, wenn zum Beispiel die Injektion Ihres MS-Medikaments in diesen Zeitraum fällt, in dem Sie unterwegs sind.

  • Planen Sie zeitlich nicht zu knapp, vor allem dann nicht, wenn Sie einen festen Termin haben. Heutzutage kann man die Fahrpläne ganz bequem im Internet ansehen und sich Verbindungen anzeigen lassen! Planen Sie zudem genug Zeit für den Weg zur und von der Haltestelle ein und bedenken Sie, dass Bus und Bahn verspätet eintreffen können.

Wenn Sie eine unbekannte Strecke fahren möchten und unsicher sind, bitten Sie beim ersten Mal einen Angehörigen oder Freund um Begleitung! So haben Sie bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten Unterstützung.

Wenn Menschen mit Multiple Sklerose einige Hinweise beachten, ist es häufig auch bei körperlichen Einschränkungen möglich, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Bei gutem allgemeinem Gesundheitszustand trotz Multiple Sklerose stellt außerdem das Radfahren eine clevere Alternative zum Auto dar, da Sie damit gleich Ihr Herz-Kreislauf-System mittrainieren.


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