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Spaß am Sommer, trotz MS

Endlich ist es soweit, der Sommer naht. Für jeden MS-Betroffenen bedeutet der Sommer nicht nur Freude am schönen warmen Wetter. Im Gegenteil, jetzt fängt für viele MS-Betroffene eher eine Leidenszeit an. Medizinisch ist damit das Uthoff-Phänomen gemeint, denn Wärme verstärkt die MS-Symptomatik. Zudem leiden die Betroffenen verstärkt an dem FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus.-Symptom. Sie fühlen sich wie zerschlagen.

Viele einst passionierte SonnenanbeterInnen verzichten nun schweren Herzens aufgrund der Diagnose MS auf ein Sonnenbad. Wagen Sie es gegen jeden gut gemeinten Rat doch, können Sie es nicht mal mehr verleugnen, denn der Sonnenteint verrät sie. Soll er jetzt ein schlechtes Gewissen haben? Hat er sich geschadet? Das ist eine Crux an dieser Erkrankung. Bei jedem ist sie irgendwie anders. Der eine verträgt die Sonne und sogar warme Temperaturen sehr gut, beklagt sich jedoch bei kalten Temperaturen über eine verstärkte MS-Symptomatik. Der andere hat wiederum gerade mit Wärme und feuchtschwülen Temperaturen große Probleme.

Dies herauszufinden sollte jedem MS-Betroffenen selbst obliegen. Hauptsache sollte sein, er fühlt sich wohl!

Wegen Vitamin D in die Sonne?


Mittlerweile gibt es auch aus wissenschaftlicher Sicht Entwarnung vor einem Bad in der Sonne. Wissenschaftler vermuten, dass das UV-Licht direkt auf das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. einwirkt oder indirekt, denn Sonnenlicht ermöglicht unserem Organismus Vitamin D zu bilden. Bisherige Studien haben gezeigt, dass Vitamin D, das Risiko MS zu entwickeln, möglicherweise mindert.

Das Vitamin ist unter anderem für die Knochenstabilität zuständig. Kommt es zu einem Mangel, kann es zur Erweichung der Knochen (Osteomalazie) oder bei Kindern zu Rachitis kommen.

Aufgrund der Einnahme von Kortison kann ebenfalls die Knochendichte verringert sein. Eine erhöhte Tendenz zu Knochenbrüchen kann die Folge sein. Die kurzzeitige Einnahme bei der Behandlung eines akuten Schubs, ist aber in der Regel nicht als gefährlich für die Knochensubstanz zu anzusehen. Auf jeden Fall sollten MS-Betroffene die Einnahme von Vitamin-D-Produkten mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Ein zu intensives Sonnenbad sollte auf alle Fälle vermieden werden. Selbst wenn Vitamin D und Sonnenlicht das Risiko an MS zu erkranken mindern sollten, ist es doch erwiesen, dass durch zu viel Sonne das Hautkrebsrisiko erheblich steigt. Lieber regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft auch, wenn die Sonne nicht scheint. Denn trotz Wolken ist die UV-Strahlung, die wichtig für die Vitamin-D-Bildung im Körper ist, noch vorhanden.


Tipps für gesundes Sonnen:

  • Vor 11:00 Uhr und nach 16:00 Uhr ist die Sonne am ungefährlichsten

  • Bleiben Sie eher im Schatten, auch so kann man die ersehnte Bräune bekommen.

  • Bevor Sie in die Sonne gehen, cremen Sie schon eine halbe Stunde vorher ein. Es dauert etwas, bis die Wirkung des Sonnenschutzes der Creme einsetzt.

  • Im Wasser bitte aufpassen. Es bringt zwar die gewünschte Abkühlung, doch verlieren Sonnenstrahlen kaum an Intensität.

  • Selbst wenn Sie wasserfeste Sonnencremes verwenden, sollten Sie das Eincremen nach jedem Bad wiederholen.

  • Nach einem Bad im Salzwasser sollten Sie sich unbedingt abduschen. Die Salzkristalle sorgen sonst für eine stärkere Reflektion und reizen die Haut.

  • Tragen Sie immer eine Kopfbedeckung.

  • Denken Sie an einen guten Schutz für die Augen. Hier sollte Qualität vor Optik gehen.

 

Hundstage


Mal ein heißer Tag ist noch zu vertragen. Doch bleibt die Hitze über Tage und bringen selbst die Nächte keine Abkühlung, wird es oft unerträglich für MS-Betroffene. Die Anschaffung einer Klimaanlage ist jetzt ratsam. Ein Ventilator kann Erleichterung bringen. Vermeiden Sie eine zu starke Aufheizung Ihrer Wohnung, indem Sie Fenster geschlossen halten und direkte Sonneneinstrahlung verhindern.

Kühle Duschen oder Bäder wirken erfrischend. Vergessen Sie nicht, ausreichend zu trinken. Seien Sie bitte im Straßenverkehr besonders achtsam. Hitze beeinflusst nicht nur die Symptomatik, sie beeinträchtigt auch die Reaktionsfähigkeit. Eine zu hoch gestellte Klimaanlage erhöht das Erkältungsrisiko. Beim Aussteigen empfinden Sie die Hitze intensiver und Sie geraten schneller ins Schwitzen.

Weitere hilfreiche Tipps um sich gegen die Hitze zu wappnen, finden sie hier.

Mittlerweile haben sich verschiedene Kühlelemente als wirkungsvolle Therapie für die Wärmeempfindlichkeit bei MS bewährt. Die Kühlelemente sind als Bekleidungsstücke wie Kühlwesten, Stirnbänder, Nackentücher, Kühlhauben oder Kühlstrümpfe erhältlich. Die Kühlprodukte funktionieren relativ simpel und sind absolut nebenwirkungsarm. Unser Kreislaufsystem transportiert die Körperwärme über das Blut an die Hautoberfläche. Kühlende Geltaschen absorbieren hier die Wärme und das gekühlte Blut fließt wieder in das Kreislaufsystem zurück.

Optisch sind sie kein modisches Tabu. So sind die Westen leichtgewichtig und sportlich gestaltet und fallen unter der Kleidung getragen nicht auf.

Preislich liegt eine Weste bei circa 155,- Euro, wobei MS-Betroffenen meist ein Discount gewährt wird. Ein Nacken- oder Stirnband kostet circa 10,- Euro.

Bisher sind die Produkte noch nicht ins Heilmittelverzeichnis aufgenommen und können nicht auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Allerdings sollten Sie sich direkt an Ihre Krankenkasse oder Versicherung wenden. Immer mehr Kassen sind zur Kostenübernahme bereit.

Mehr zu Kühlprodukten finden Sie unter: Kühlprodukte

Damit die MS Ihnen nicht die Freude am Sommer nehmen kann, könnten folgende Artikel für Sie interessant sein:

  • Genug trinken im Sommer

  • "Besuch im Freibad – auch mit MS viel Spaß im kühlen Nass"

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