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Spezielle Physiotherapie bessert Ataxie-Symptome deutlich

TÜBINGEN (BIERMANN) – Patienten mit Ataxiesymptomen können ihre motorische Leistungsfähigkeit durch intensives koordinatives Training in der Physiotherapie deutlich verbessern. Dies haben MotorikAls Motorik werden die vom Gehirn gesteuerten Bewegungsvorgänge bezeichnet. Bewegungsmuster werden im Kortex (Großhirn) entworfen und werden über das Rückenmark sowie die peripheren Nerven zum Muskel weitergeleitet.-Wissenschaftler, Neurologen und Physiotherapeuten des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH), des Centrums für Integrative Neurowissenschaften (CIN) und des Universitätsklinikums Tübingen nachgewiesen.

AtaxieAls Ataxie wird eine Störung der Koordination von Bewegungsabläufen bezeichnet, die infolge einer gestörten Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen auftritt. entstehen durch degenerative Erkrankungen des Kleinhirns, Multiple Sklerose oder Schlaganfall und äußern sich als Koordinationsprobleme sowie Störungen von Gleichgewicht, Gehfähigkeit und Feinmotorik.

In der Studie untersuchten die Wissenschaftler den Nutzen eines vierwöchigen intensiven Koordinationstrainings an einer Gruppe von 16 Patienten, die an progressiver Ataxie durch eine Degeneration des Kleinhirns leiden. Die Effekte des koordinativen Trainings wurden anhand einer Ataxie-Skala, in einer computerbasierten Bewegungsanalyse von Gang- und Gleichgewicht sowie bezüglich ihrer Alltagsrelevanz durch die Patienten selbst beurteilt. Diese Untersuchungen fanden jeweils acht Wochen vor, direkt vor, direkt nach, sowie acht Wochen nach der Trainingsphase statt.

Dabei zeigte sich, dass sowohl bei den klinischen Bewertungen der Ataxie-Symptome als auch bei den Alltagsfunktionen signifikante Verbesserungen erzielt worden waren, die auch bei der Nachuntersuchung noch vorhanden waren.

Dabei profitierten die Patienten nach Angaben der Wissenschaftler nicht nur von einer höheren allgemeinen Fitness des Herz-Kreislauf-Systems, sondern vor allem von spezifischen motorischen Verbesserungen in den Bereichen der Gleichgewichtskontrolle und der Bewegungskoordination.

Wichtig sei jedoch die Kontinuität des Trainings, betonen die Forscher. Bei denjenigen Patienten, die auch nach der Interventionsperiode regelmäßig zuhause weiter trainierten, hielt bei der Nachuntersuchung der Therapieeffekt besser an als bei Patienten, die nicht regelmäßig weiter trainierten.

Quellen: Ilg W. et al.: Neurology, Online-Veröffentlichung vom 28.Oktober 2009 (doi:10.1212/WNL.0b013e3181c33adf); www.neurology.org

Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH), 23.11.2009



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