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Spitzenköche mit MS – so geht's

Mit guter Organisation in der Küche ist schon halb gekocht! Mit MS kann es jedoch schwerfallen, stehend längere Zeit Gemüse zu schneiden, den Braten zu übergießen und gleichzeitig die Soße zu rühren.

Doch mit guter Organisation und einer durchdachten Struktur in Ihrer Küche wird auch für Sie das Kochen zum Vergnügen. So geht’s einfacher, und Sie bleiben aktiv – auch in der Küche.


Tipps für die Einrichtung der Küche und das Handling der Küchengeräte mit MS

  • Wann haben Sie das letzte Mal so richtig ausgemistet? Oft sind die Regale und Schubladen zu voll: Sie benötigen zu viel Zeit und Energie, um das gewünschte Material zu finden. Lassen Sie sich am besten von einer guten Freundin helfen – so ist die Sache an einem Vormittag bei einer Tasse Kaffee schnell erledigt!

  • Ordnen Sie alles so, dass es zweckmäßig platziert ist und schnell gefunden wird. Geschirr zum Beispiel nahe am Essenstisch, Töpfe und andere Kochutensilien am Herd und Schneidewerkzeug am Arbeitsbereich verstauen.

  • Häufig verwendete Geräte wie Toaster oder Mixer nicht im Schrank verschwinden lassen. Denn wie sagt der Volksmund so schön: „Aus dem Auge – aus dem Sinn!“

  • Machen Sie es sich so einfach wie möglich! Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an intelligenten Küchenhelfern. Die Anschaffung eines Glasöffners oder elektrischen Dosenöffners ist insbesondere für diejenigen, die unter Schwäche oder Koordinationsstörungen in den Armen und Händen leiden, hilfreich.

  • Küchenutensilien wie Kochlöffel oder Schneidemesser sind leichter zu handhaben, wenn die Griffe gummiert oder aus Kunststoff sind.

  • Um Kraft zu sparen, verwenden Sie Kochgeschirr, das Sie gleichzeitig zum Servieren verwenden können. So sparen Sie sich das Umfüllen und zusätzliches Schmutzgeschirr. Tipp: Töpfe, Pfannen und Bräter aus Aluguss sehen nicht nur schön aus, sie sind zudem auch energiesparend und halten lange warm.

  • Schaffen Sie sich Sitzmöglichkeiten in der Küche, um Kraft zu sparen. Der größte Teil der Vorbereitung kann leicht im Sitzen gemacht werden. Auch die richtige Höhe der Arbeitsflächen beugt Ermüdung und Verspannungen vor. Und vergessen Sie nicht: Bei all der mühsamen Vorbereitung, gönnen Sie sich kleine Pausen und einen leichten Snack zwischendurch. Denken Sie daran: Schon beim nächsten Mal wird alles viel leichter von der Hand gehen!

Das Kochen – endlich aktiv werden am Herd

  • Prüfen Sie zunächst Ihre Einkaufsliste. Ein beliebter TV-Koch propagiert, dass es durchaus keine Schande ist, mal auf Dosen oder Tiefkühlkost zurückzugreifen. Rotkohl aus der Dose ist kaum noch von Selbstgemachtem zu unterscheiden. Tipp: Geben Sie etwas Butter oder Schmalz hinzu. Auch Salat gibt es in den verschiedensten Variationen schon fertig geschnitten.

  • Bevor Sie mit dem Kochen beginnen, bereiten Sie Lebensmittel und Kochutensilien so vor, dass sie gleich verwendet werden können: Gemüse waschen, Dosen und Gläser öffnen, Kochutensilien sowie Topflappen am Herd platzieren und Gewürze griffbereit stellen.

  • Machen Sie sich einen Zeitplan. Kohlgemüse kann vorgekocht werden. Kartoffeln halten sich noch lange im Topf warm. Ein Braten ist einfacher zuzubereiten als Steaks, die in der Pfanne unter Beobachtung bleiben müssen. Gemüse schmeckt mariniert und im Ofen gegart sehr gut. Es kann zusammen mit dem Braten im Ofen schmoren. So vermeiden Sie leichtes Verkochen und das Abgießen des heißen Wassers.

  • Haben Sie keine Scheu, Ihre Familie oder Freunde miteinzubeziehen. Die Zeiten von "Liebling, mach bitte die Tür zu. Ich kann nicht sehen, wie du schuftest!", sind vorbei. Kochen ist zu einem Event geworden.

  • Planen Sie im Voraus. So können Sie zum Beispiel Salatdressing in größeren Mengen vorbereiten. Ein Dessert kann immer verschieden kombiniert werden. Zum Beispiel kann es eine Mousse mal mit Nüssen und mal mit Früchten geben. Denken Sie dabei aber auch an mögliche Allergien.

Auch Servieren will gelernt sein

Das Auge isst mit! Kartoffelnester, Gemüse und gleichgroße Fleischstücke werden kunstvoll auf die Teller drapiert. Alles wird mit der Soße so verziert, dass man eher an ein Gemälde erinnert wird als an ein wohlschmeckendes Essen. Natürlich könnten Sie die Teller so anrichten, doch das ist viel Arbeit. Sparen Sie Ihre Energie und verwenden sie Ihre Töpfe auch zum Servieren. Dann müssen Sie auch nicht jedes Mal aufstehen, wenn jemand einen Nachschlag möchte. Eine schöne Tischdekoration ist im Voraus leicht gemacht; um die Topfhenkel können Sie farblich auf die Dekoration abgestimmte Servietten drapieren. Damit die Teller anfangs nicht leer sind, können Sie zum Beispiel eine Praline, Gebäck oder ein Gesteck darauflegen.

"Weniger ist mehr"

Versuchen Sie, den Tisch nicht zu überladen. Beim Umherreichen kann das sehr hinderlich sein. Stoffservietten sind zwar schön, doch müssen sie gewaschen und gebügelt werden. Papierservietten gibt es in allen Größen und Stärken. Anstelle einer Tischdecke, die auch gewaschen und gebügelt werden muss, können Sie Papier verwenden. Hier können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Zu guter Letzt: Aufräumen! Doch das sollten Sie wirklich den anderen überlassen – sie werden es gerne tun! Schließlich haben Sie schon gekocht.


Quellen:

  • Maida, Eva: Der große Trias-Ratgeber Multiple Sklerose, Trias Verlag, Stuttgart 2002.

  • Persönliche Erfahrungen einer MS-Betroffenen


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