Was ist der Login?

Sie können sich über einen Klick auf das Icon oben rechts,
wie gewohnt, bei Aktiv mit MS anmelden.

Sie können ab sofort für zukünftige Besuche auch direkt angemeldet bleiben.



Sport verbessert die psychische Verfassung bei MS

ERLANGEN/BAD MERGENTHEIM (Biermann) – Sport und Bewegung sollten von Beginn an Bestandteil eines präventiv orientierten Therapiekonzeptes bei Multipler Sklerose (MS) sein: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Prof. Mathias Mäurer, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim.

„Viele Menschen mit MS leiden unter Einschränkungen ihrer Körperfunktionen und damit verbunden unter einer Einschränkung ihrer Mobilität und ihrer Lebensqualität. In der Vergangenheit konnte eine zunehmende Anzahl von Untersuchungen zeigen, dass körperliche Aktivität zur Symptomverbesserung bei MS beiträgt und somit auch eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität von MS-Betroffenen vermutet wird“, erklärte Mäurer.

Ob dieser Effekt auch schon eintritt, wenn noch keine MS-bedingten körperlichen Einschränkungen vorliegen, untersuchten die Wissenschaftler an 265 Studienteilnehmer, die keine wesentlichen Einschränkungen in ihrer motorischen Funktionsfähigkeit aufweisen.

Die körperliche Leistungsfähigkeit der Studienteilnehmer beurteilten die Wissenschaftler mit Hilfe des sogenannten Baecke-Fragebogens. Daten zur Stimmungslage erhoben sie mit dem-Beck Depressionsinventar (BDI), Daten zur Lebensqualität mit dem SF-36 (Short Form 36 Health Survey), einem Fragebogen zur Lebensqualität, der körperliche und mentale Komponenten abfragt.

Dabei zeigte sich, dass körperlich sehr aktive Studienteilnehmer deutlich bessere Werte auf den mentalen Subskalen des SF-36 (Vitalität, soziale Funktionsfähigkeit, psychisches Wohlbefinden) erzielten als körperlich wenig aktive Teilnehmer. Die körperliche Leistungsfähigkeit beider Gruppen unterschied sich hingegen nicht.

Die Wissenschaftler leiten daraus ab, dass körperliche Aktivität vor allem in den Frühphasen der MS, in denen Funktionseinschränkungen noch eine untergeordnete Rolle spielen, von erheblichem Nutzen für die Lebensqualität und damit die Gesamtgesundheit der Betroffenen ist.

„Zusammenfassend hat die Studie gezeigt, dass bei nicht behinderten MS-Betroffenen ein signifikanter Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit besteht. Wir denken daher, dass Sport und Bewegung von Beginn an Bestandteil eines präventiv orientierten Therapiekonzeptes bei MS sein sollte“, erklärte Mäurer abschließend.


Schlagworte / Themen


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu. Mehr erfahren
Okay
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu.
Mehr erfahren
Okay