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Stammzelltherapie bei MS

KOPENHAGEN (Biermann) – Der Ärztliche Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft hat in der Vergangenheit immer wieder vor der (kommerziell angebotenen) Stammzelltherapie bei Multipler Sklerose gewarnt. Ein Grund: Die unzureichende wissenschaftliche Bewertung des Therapieverlaufs. Nun haben Wissenschaftler der Universität Kopenhagen die Ergebnisse von rund 400 solcher Therapien bei Patienten mit schwerem MS-Verlauf veröffentlicht.

Danach hat sich der Zustand von fast 70 Prozent der seit 1995 Behandelten in den drei Jahren nach Transplantation stabilisiert oder verbessert. Todesfälle waren nach 2001 keine aufgetreten. Insgesamt betrug die MortalitätsrateSterberate aber im ersten Bericht der europäischen Organisation für Blut- und Knochenmarktransplantation (EBMT) sechs Prozent, im zweiten Report 5,3 Prozent.

„MRT-Aufnahmen bestätigten die Kapazität von autologen hämatopoetischen Stammzellen, gadolinium-verstärkte Läsionen zu unterdrücken oder deutlich zu reduzieren“, schreiben die Wissenschaftler. Außerdem habe sich die Progression der Gehirnatrophie zwei Jahre nach der Stammzelltherapie verlangsamt. Die umfassenden immunologischen Veränderungen nach der Stammzelltransplantation könnten zu einer Wiederherstellung der Selbsttoleranz führen, schreiben die Forscher weiter.

„Relativ junge Patienten mit aktiven Läsionen sowie relativ kurzer Krankheitsdauer und schnell voranschreitender Erkrankung, aber immer noch niedrigen Behinderungswerten, die nicht auf die konventionelle Therapie ansprechen, scheinen die besten Kandidaten für eine Transplantation zu sein“, fassen die Wissenschaftler ihre Erfahrungen zusammen. Behandlungsregime mit hoher Intensität sind hingegen mit einem höheren Toxizitätsrisiko ohne deutlichen Gewinn an Wirksamkeit verbunden.

Insgesamt hänge der Erfolg der Transplantation und die transplantationsabhängige Mortalität von der Patientenauswahl, dem Zeitpunkt der Behandlung und den vorbereitenden Maßnahmen ab, resümieren die Autoren.

Quelle: Rogojan C. & J. L. Frederiksen J. L., Acta Neurol. Scan. 2009, 24. September, [DOI: 10.1111/j.1600-0404.2009.01168.x];

www3.interscience.wiley.com


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