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Stammzelltransplantation könnte Progression der MS stoppen

DENVER (Biermann) – Die Transplantation körpereigener blutbildender Zellen nach einer hochdosierten Chemotherapie scheint die schubförmig remittierende Multiple Sklerose (MS) längerfristig zu stoppen. Allerdings können die Nebenwirkungen und Komplikationen des Eingriffs, der dem Vorgehen bei Leukämie ähnelt, gravierend sein. Dies geht aus den Dreijahresergebnissen einer noch laufenden Studie hervor.

Wie Forscher in der Zeitschrift „JAMA Neurology“ berichten, zeigten fast 80 Prozent der mit einer solchen autologen Stammzelltransplantation behandelten Studienteilnehmer drei Jahre nach der Intervention keine Zunahme ihrer Behinderung, keine Rückkehr ihrer MS-Symptome oder neue Gehirnläsionen. Allerdings traten zusätzlich zu den bereits bekannten Nebenwirkungen einer hochdosierten Immunsuppression (Infekte, gastrointestinale Probleme) bei den Studienteilnehmern einige schwere Komplikationen oder unerwartete Nebenwirkungen auf.

Entsprechend seien dringend weitere Studie nötig, um den Nutzen und die Risiken eines solchen Therapieansatzes zu beurteilen und mit herkömmlichen MS-Therapien zu vergleichen, schreiben die Autoren.

An der Studie hatten 25 Freiwillige mit schubförmig remittierender MS teilgenommen, bei denen unter den bislang verfügbaren Therapiemöglichkeiten weiterhin SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. und eine deutliche Verschlechterung ihrer neurologischen Befunde aufgetreten waren. Vor der hochdosierten Chemotherapie, die das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. der Studienteilnehmer vollständig zerstörte, waren ihnen blutbildende Stammzellen entnommen und nach der Chemotherapie wieder zugeführt worden. Diese autologe Stammzelltransplantation wird auch bei bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems (z. B. Leukämie) durchgeführt. Nach der Transplantation erhielten die Studienteilnehmer keine MS-Medikamente mehr.

Insgesamt wollen die Wissenschaftler die Probanden über fünf Jahre hinweg beobachten, um alle Nebenwirkungen der Behandlung zu erfassen. Dies soll dabei helfen, weitere Studien zur Erforschung der autologen Stammzelltransplantation bei Multipler Sklerose zu planen.


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