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Stoffwechselprodukte des Vitamin D beeinflussen Schubrate

MAASTRICHT (MedCon) – Der Vitamin-D-Stoffwechsel korreliert bei MS-Patienten mit der Schubrate und der auftretenden Behinderung. Darauf weisen niederländische Wissenschaftler in der Zeitschrift Multiple Sclerosis hin.

Sie hatten Blutproben von 267 MS-Patienten auf ihren Gehalt von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) und 1,25-Dihydroxyvitamin D (1,25(OH)2D), zweier biologisch aktiver Stoffwechselprodukte des Vitamins, untersucht und dabei festgestellt, dass die Spiegel beider Substanzen bei Patienten mit progressivem Krankheitsverlauf signifikant niedriger waren als bei Patienten mit schubförmig remittierender MS.

Bei Letzteren waren hohe Spiegel von 25(OH)D außerdem mit guten Chancen verbunden, keinen weiteren Schub zu erleiden. Niedrige 25(OH)D-Spiegel waren hingegen mit hohen Behinderungswerten (EDSSDie EDSS (Expanded Disability Status Scale), auch als Kurtzke-Skalasiehe EDSS bekannt, ist eine Skala zur Erfassung von neurologischen Ausfällen. Dabei werden die Stufen 0-10 unterschieden: Die Stufe 0 entspricht keiner Behinderung. Es werden insbesondere die Gehfähigkeit sowie acht weitere Funktionssysteme bewertet, z.B. bedeutet EDSS 2.0 leichte Behinderung in einem funktionellen System, EDSS 4.0 gehfähig ohne  Hilfe und Ruhepause für mindestens 500m und während 12 Stunden aktiv trotz relativ schwerer Behinderung. EDSS 6.0 bedeutet gehfähig für etwa 100m mit einseitiger oder zeitweiliger Unterstützung (Gehhilfe). Auf Stufe 9 ist der Betroffene hingegen vollständig pflegebedürftig. 10 bedeutet Tod durch MS. Eine detaillierte Übersicht zum EDSS finden Sie auf der Seite der DMSG.-Werten) verknüpft.

Der 1,25(OH)2D-Spiegel stand hingegen nicht direkt mit der Schubrate oder den EDSS-Werten in Zusammenhang, sondern hing vielmehr vom Alter der Patienten und dem 25(OH)D-Spiegel ab.

"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Blutspiegel von 25-Hydroxyvitamin D krankheitsmodulierend wirkt", schlussfolgern die Autoren. Dies sollte künftig auch bei der Supplementierung von Vitamin D in Betracht gezogen werden.

Quelle: Smolders J et al., Mult Scler. 2008; 14(9): 1220 - 1224


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