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Therapietreue und Lebensqualität bedingen sich gegenseitig

Die Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (MS) mit immunmodulierenden Wirkstoffen kann die Häufigkeit und Schwere von Schüben vermindern und die sekundäre Progression bremsen.

NIJMEGEN (Biermann) – Die Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (MS) mit immunmodulierenden Wirkstoffen kann die Häufigkeit und Schwere von SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. vermindern und die sekundäre Progression bremsen. Umso wichtiger ist die frühe, aber auch kontinuierliche Anwendung der Präparate. Allerdings haben Studien gezeigt, dass nur 50 bis 60 Prozent der Personen mit chronischen Erkrankungen ihre Medikamente wie vorgeschrieben einnehmen oder anwenden.


Im Fall der MS wird dieses Verhalten auch von der vor Aufnahme der Therapie empfundenen körperlichen Lebensqualität und dem Gefühl der Betroffenen, selbst Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen zu können, beeinflusst. Dies berichten niederländische Wissenschaftler.


Sie hatten in einer Studie mit 200 Personen mit schubförmig remittierender MS, die eine Therapie mit GlatirameracetatSubstanz, die zur immunmodulierenden Dauertherapie bei Multipler Sklerose eingesetzt wird und Ähnlichkeit mit einem Bestandteil der MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird. hat. aufnahmen, untersucht, welche Faktoren mit dafür verantwortlich sind, ob die notwendigen Injektionen wie vorgeschrieben angewendet werden (Adhärenz) und die Therapie über mindestens ein Jahr fortgeführt wird (Persistenz).


Dazu hatten die Forscher die Studienteilnehmer zu ihrer vor Therapieaufnahme empfundenen körperlichen und psychischen Lebensqualität sowie zu ihrer Einschätzung befragt, inwieweit sie glauben, selbst Einfluss auf den Verlauf der MS nehmen zu können (Selbstwirksamkeit). Außerdem erfassten sie, wie viele Teilnehmer der Therapie ein Jahr treu blieben und wie viele Injektionen sie in dieser Zeit ausgelassen hatten. Entsprechend konnten die Wissenschaftler die Studienteilnehmer in vier Gruppen einteilen (persistent – nicht persistent – adhärent – nicht adhärent) und diese dann untereinander vergleichen.
Dabei zeigte sich, dass Teilnehmer, die der Therapie ein Jahr treu blieben, vor Aufnahme der Therapie eine höhere physische und psychische Lebensqualität angegeben hatten als nicht persistente Probanden. Auch hatten persistente Teilnehmer eher das Gefühl, selbst Einfluss auf die MS-Symptome und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben nehmen zu können, als Probanden, die weniger als ein Jahr bei der Therapie blieben.


Keinen Einfluss hatten diese Faktoren jedoch darauf, ob Studienteilnehmer einzelne Injektionen ausließen oder nicht. Allerdings hätten frühere Studien gezeigt, dass das Auslassen einzelner Dosen meist unabsichtlich geschehe, die Anwendung oder Einnahme schlicht vergessen werde, erklären die Autoren.
Entsprechend schlussfolgern sie aus ihren Ergebnissen, dass sich die vor Behandlungsbeginn empfundene Lebensqualität und Selbstwirksamkeit durchaus eignen, MS-Betroffene zu identifizieren, bei denen ein hohes Risiko für einen vorzeitigen Abbruch der Therapie besteht.
Quelle: Health Qual Life Outcomes 2017;15(1):50.



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