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Tipps für gesunde und gepflegte Füße

Sie zeigen täglich vollen Einsatz. Sie werden in enge Schuhe gesteckt, kommen nur selten an die Luft und bekommen bei der täglichen Wäsche nur wenig Aufmerksamkeit. Die Fußpflege kommt häufig zu kurz und was im Sommer zutage tritt, wenn wieder Sandalen und Co getragen werden, ist häufig unansehnlich. Doch Hornhaut, Schwielen und eingewachsene Nägel sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Mangelnde Pflege verursacht nicht selten Beschwerden durch Druckstellen oder Infektionen.

Insbesondere Fehlbelastungen können verschiedene Beschwerden hervorrufen. MS-Betroffene sind häufig von ParästhesieMissempfindung betroffen. Betroffene empfinden die SensibilitätsstörungenEmpfindungsstörungen als Kribbeln, Ameisenlaufen oder Brennen der Haut. Tritt dies in den Füßen auf, ist es besonders unangenehm. Der Schuh scheint bis hin zur Schmerzhaftigkeit zu drücken, obwohl er perfekt passt und oftmals scheinen die Füße beinahe zu verbrennen. Die dadurch verursachten Fehlbelastungen können zu Druckstellen und Schwielen führen.


Gerade im Sommer leiden MS-Betroffene. Die Wärme verstärkt die Gefühlsstörungen noch zusätzlich. Oftmals können dann erhitzte Füße besonders unangenehm brennen.

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Schrunden vorbeugen


Schrunden sind Risse in der Hornhaut, die mitunter bis in die tieferen Hautschichten reichen können und extrem schmerzhaft sind. Ursachen für Schrunden können Reizungen der Haut durch falsches Schuhwerk, feuchte Füße, Übergewicht, eine Alterung der Haut oder Veränderungen im Organismus, die zu einer Unterversorgung der obersten Hautschichten führen, sein. Letztere treten vor allem bei Stoffwechselerkrankungen auf, wie zum Beispiel bei Diabetes. Die Fußhaut ist trocken und kann so nur gering Wasser binden. Dazu kommt, dass Verletzungen aufgrund von Nervenschädigungen zu spät bemerkt werden. Häufig wird angenommen, dass fettende Salben Abhilfe schaffen. Fett versiegelt die Haut jedoch lediglich. Heute gibt es harnstoffhaltige Produkte als effektive Alternative, die helfen Schrunden vorzubeugen. Auch die Anwendung hat sich verbessert. Sticks und Stifte können gezielt auf die Stellen appliziert werden und die Hände bleiben cremefrei. Zudem sollte die Hornhaut mit einem Bimsstein oder speziellen Fußfeilen entfernt werden. Metallische Geräte wie Metallfeile und Messer haben am Fuß nichts zu suchen. Sie reizen die Haut unnötig und bergen eine Verletzungsgefahr.


Eine besondere Wohltat ist eine Fußkur: Der Fuß wird dabei gut eingecremt und darf in Baumwollsöckchen eine ganze Nacht relaxen. Auch in der kalten Jahreszeit sollten die Füße nicht in Vergessenheit geraten und können regelmäßig auf diese Art verwöhnt werden.

Was tun gegen heiße Füße?


Gerade im Sommer leiden auch MS-Betroffene häufig unter brennenden Füßen. Neben den schon genannten Pflegehinweisen, sollte auf das richtige Schuhwerk und Material geachtet werden. Wichtig ist, dass Schuhe nicht zu eng, nicht zu groß und gut zu handhaben sind. Schnürsenkel sind für viele MS-Betroffene unpraktisch. Schuhe sollten aus natürlichem Material, wie Leder oder Baumwolle sein. Socken aus natürlichem Material helfen Schweißfüßen vorzubeugen. Statt eiskalter Fußbäder, sind sanfte Wechselbäder zur Abkühlung wirkungsvoller, da sich der Körper so auf die Temperatur einstellen kann. Mittlerweile gibt es diverse Hilfsmittel, von kühlenden Sohlen bis hin zu Gelpolstern.


Die Gelpolster sind relativ günstig und beugen dem unangenehmen Brennen von Ballen und Fersen vor. Die Sohlen sind etwas kostenintensiver und sind wahlweise entlastend oder kühlend. Zudem gibt es kühlende Deos, die schnelle Erfrischung bringen. Ein häufiger Schuhwechsel ist anzuraten, zumal ein Schuh aus Leder oder Baumwolle aus hygienischen Gründen immer einen Tag auslüften sollte.


Das einfachste und gesündeste ist es, barfuß zu gehen - ob in der Wohnung oder draußen. Auf Gras zu laufen wirkt stimulierend und entspannend. Das Laufen im Sand ist ein natürliches Peeling und eine Reflexzonenmassage, wird jedoch häufiger von MS-Betroffenen als unangenehm empfunden, da es überstimulierend wirken kann und die Sensibilitätsstörungen dann noch verstärkt.

 

 

 

 

 

 

Nagelpflege


Einige MS-Betroffene haben aufgrund von Koordinationsstörungen und AtaxieAls Ataxie wird eine Störung der Koordination von Bewegungsabläufen bezeichnet, die infolge einer gestörten Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen auftritt. Schwierigkeiten bei der Fußpflege. Doch legen viele gerade im Sommer Wert auf schöne, gepflegte Nägel. Wie die Fußpflege, fängt die Nagelpflege bei der täglichen Hygiene an. Trocknen Sie, wenn möglich jeden Zeh einzeln ab, und schieben dabei die Nagelhaut behutsam zurück. Vergessen Sie nicht auch unter den Nägeln zu reinigen, doch bitte mit Vorsicht. Hier kann es leicht zu Verletzungen kommen, die dann Bakterien und Pilzen eine gute Möglichkeit geben, sich anzusiedeln.

Nagelpilz ist eine häufige und hartnäckige Infektion der Nägel. Zehennägel sind fünfmal häufiger befallen als Fingernägel. Das liegt an der schlechteren Durchblutung, der häufig mangelnden Belüftung und der feuchteren Umgebung. In einer Untersuchung von Schuhen in einem Schuhgeschäft im Auftrag des Fernsehsenders RTL, wurden in 68 von 101 Paar Schuhen Pilzzellen gefunden. Daher sollten im Schuhgeschäft Schuhe nie barfuss anprobiert werden. Wenn eine besondere Anfälligkeit für Pilzerkrankungen besteht, ist eine Prophylaxe mit antimykotischen Gelen oder Cremes zu empfehlen. Die Nägel sollten nie zu lang werden und immer gerade geschnitten werden, da es sonst zu schmerzhaften eingewachsenen Nägeln kommen kann. Ideales Nagelschneidegerät ist die Nagelzange. Mit einer Schere rutscht man schneller ab, was unschöne Verletzungen verursachen kann. Pflegen Sie die Nägel mit speziellen Ölen. Ist es einem selbst auf Grund von MS-Symptomen nicht möglich seinen Nägeln den richtigen Schliff zu geben, sollte man Andere um Hilfe bitten.

Noch ein Tipp:

Wenn Sie zu einer professionellen Fußpflege gehen, vergessen Sie bitte nicht von Ihrer Erkrankung zu berichten, unabhängig davon wie es ihnen gerade geht! Sensibilitätsstörungen können bei Berührungen jeglicher Art zu unberechenbaren ungewollten Reaktionen, wie Zuckungen, führen. Es dient nicht nur ihrer eigenen, sondern auch der Sicherheit der Kosmetikerin!


Quellen:

Abeck D et al. Dtsch. Ärztebl. 2000; 97(28-29): A-1984 / B-1673 / C-1567
Achenbach, R.: Gesunde und kranke Haut. Trias, 1989
Tietz H.J. und Ulbricht H. (2005). Haut XVI: 214-215.
wiki.medpedia.com/Paresthesia
www.gesundheit.com/gc_detail_5_gc14020207.html
www.gesundheit.de/fitness-wellness/koerperpflege/fusspflege/index.html


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